In acht Bundesländern im Handel Bio-Eier-Rückruf wegen Salmonellen: 120.000 Eier betroffen

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Mehr als 100.000 Eier sind potenziell mit Salmonellen infiziert, berichtete das Niedersächsische Ministerium für Ernährung. Foto: imago/WaldmüllerMehr als 100.000 Eier sind potenziell mit Salmonellen infiziert, berichtete das Niedersächsische Ministerium für Ernährung. Foto: imago/Waldmüller

Hannover/Twist. Weil Salmonellen-Erreger in die Produktion gelangten, ruft der Handel Bio-Eier zurück, die vom emsländischen Twist stammen. Nun ist klar, wie viele Erzeugnisse das betrifft.

Das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz warnt in einer Pressemeldung vor mit Salmonellen verunreinigten Eiern, die in den Handel gelangt sind. Demnach sind deutlich mehr Eier potenziell mit Erregern belastet als zunächst angenommen: Am Dienstag war von rund 20.000 Erzeugnissen die Rede. Am Donnerstag berichtete das Ministerium von 120.000 Eiern, die in den Handel gelangt sind.

Vom Rückruf betroffen sind Bio-Eier der Lohner Packstelle Eifrisch-Vermarktungs GmbH. Die Eier in Zehner- und Sechser-Kartons tragen den Chargencode 0-DE-0356331. Der Rückruf betrifft alle Eier mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum bis zum 7. Juli 2018. Laut dieser Chargennummer stammen die Eier von einem Biohof vom emsländischen Twist. 

Eier mit anderen Mindesthaltbarkeitsdaten sind dem Unternehmen zufolge unbedenklich. Die betroffenen Eier sollen bereits aus den Verkaufsregalen entfernt worden sein.

Betroffener Betrieb gesperrt

Wie der Landkreis Emsland gestern mitteilte, hatten Eigenkontrollen den betroffenen Tierhalter vom Twist veranlasst, den Vermarkter und das Veterinäramt des Landkreises Emsland über einen möglichen Salmonellenbefund zu informieren. Der Betrieb wurde daraufhin umgehend am vergangenen Freitagmittag durch den Landkreis Emsland vorläufig gesperrt. Gleichzeitig hat auch der Vermarkter die in der Packstelle gelagerten Eier freiwillig gesperrt und den Rückruf bereits ausgelieferter Eier eingeleitet. 

Warnung vor dem Verzehr

Das Ministerium warnt ausdrücklich vor dem Verzehr der Eier, da potenziell Magen-Darm-Erkrankungen auftreten können. "Eier mit der genannten Printnummer sollten in das Geschäft zurückgebracht oder in den Abfall gegeben werden."

Der Fall im Emsland war durch Eigenkontrollen des Betriebes aufgefallen. Daraufhin sei das zuständige Veterinäramt informiert und umgehend der öffentliche Rückruf eingeleitet worden. 

Die Lebensmittelketten Netto, Aldi, Lidl, Penny, Real und Kaufland hatten die betroffenen Eier in acht Bundesländern – darunter Niedersachsen und Schleswig-Holstein – vertrieben. 



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