Heimat-Serie Teile 1-7 - Videos und Fotos von Menschen aus der Region

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Osnabrück. Jeder kennt das Gefühl. Alle reden davon: Philosophen, Soziologen, Politiker und nicht zuletzt Gehirnforscher. Manche streiten darüber. Doch was ist das eigentlich, Heimat? Eine einfache Antwort gibt es nicht. Daher haben wir Menschen in unserer Region gefragt.

Unsere Fotografen haben Leserinnen und Leser im Nordwesten Deutschlands besucht, um genau das herauszufinden. Was ist für sie Heimat? Die Herausforderung: Die Antwort musste sich auf einen Satz beschränken. Nahezu jeden Tag werden neue Protagonisten hinzukommen.

Karin Michels


Die gebürtige Mellerin Karin Michels ist der Region immer treu geblieben. Foto: Gert Westdörp


Karin Michels nennt die Waldbühne in Melle ihre 2. Heimat. „Hier kenn ich jeden Stein, hier fühl ich mich wohl.“ Michels ist der Region immer treu geblieben: nach dem Lehramtsstudium in Osnabrück arbeitete sie als Englisch- und Sportlehrerin in Wellingholzhausen, 27 Jahre an der O-Stufe in Melle-Mitte und zuletzt in Melle-Buer. 1995, ihr Sohn wollte Theater spielen, war der erste Kontakt zur Waldbühne. Sie ist „mitgegangen und hängengeblieben“. Aktuell ist sie in einer Revue der 70er Jahre „Schlager lügen nicht“ als Cindy (Cindy und Bert) zu sehen. 




„Heimat sind für mich Erinnerungen, Gerüche und vor allem geliebte und vertraute Menschen, auf die ich mich verlassen kann.“Karin Michels



Ümit Akbulut

Ümit Akbulut, selbständiger Friseurmeister und leidenschaftlicher Skateboarder, ist als Kind von Einwanderern in Delmenhorst aufgewachsen. Er ist verheiratet und Vater von zwei Kindern. Er hat im Sommer 2015 überregional auf sich aufmerksam gemacht, als er am Bremer Bahnhof Obdachlosen kostenfrei die Haare schnitt. Inzwischen ist er gern gesehener Gast auf großen Galas und frisiert Promis auch schon mal auf einem Kreuzfahrtschiff.


Heimat ist, wo ich meine Freiheit ausleben kann.Ümit Akbulut


Wilfried Voß

Foto: Gert Westdörp


Wilfried Voß ist Kapitän auf dem Kutter „Heike" auf der Ems bei Ditzum. Voß ist schon in seiner Kindheit auf dem Flachsegelschiff seines Opas und dem Sandschiff seines Vaters mit zur See gefahren und hat dabei seine Liebe zur Schifffahrt entdeckt. Nach einer KFZ-Lehre ging er 1977 zu VW nach Emden. Nebenbei fuhr er immer wieder auf dem Krabbenkutter „Heike“ eines Freundes mit. 1996 bot ihm dieser Freund das Schiff zum Kauf an, was 1996 zur Gründung des Vereins „Ostfriesische Krabbenkutter e. V.“ und dem Erwerb der „Heike“ führte. 


„Heimat ist, wo ich mich wohl fühle“Wilfried Voß


Peter Hoppe

Foto: Gert Westdörp

Peter Hoppe, Züchter von Weimaraner Hunden und Jäger, mit seinen Hunden Erle(4 Monate) und Ronja(7) auf seiner "Philosophenbank" in Bad Essen. Hoppe ist als Stadtkind aufgewachsen. 1974 hat der spätere Berufsfeuerwehrmann (1971 - 1991) im Alter von 24 Jahren das Forsthaus gekauft.

„Heimat ist für mich ein Ort, wo die Uhren etwas langsamer ticken und viele wunderbare Menschen wohnen."Peter Hoppe


Stefanie Müller

Foto: Gert Westdörp

Stefanie Müller hat 11 Jahre in Enschede gelebt, wo sie Bildhauerei und Fotografie studiert hat. Jetzt arbeitet sie in einer Abteilung für Kommunikation in Haren (Ems). Ihre Freizeit nutzt die naturverbundene Hemsenerin gerne für Ausflüge an die Ems. 

„Heimat ist etwas, das immer gleich bleibt, auch wenn der Ort sich ändert" Stefanie Müller aus Haren


Rudi Gaidosch (70)

Rudi Gaidosch (70), Leiter des Erdöl-Ergas-Museums in Twist, zog 2010 von Dortmund ins Emsland. Er steht vor einer von vielen Ölpumpen im Rühler Moor, wo seit 1950 ca. 33 Millionen Tonnen Öl gefördert wurden. Bei den Firmen Wintershall, Exxon und Neptune arbeiten in der Region rund 3000 Menschen. 

„Heimat ist der Ort, mit dem man sich identifiziert und in dem man letztlich auch gerne lebt".Rudi Gaidosch (70) aus Twist


Maren Wibben (24) aus Aurich

Maren Wibben aus Aurich mit ihrem Wallach Pino. Foto: Jörn Martens

Maren Wibben, geboren und aufgewachsen in Aurich, arbeitet beim Windenergieanlagen Hersteller Enercon. Mit ihrem Wallach Pino reitet sie in ihrer Freizeit am liebsten durch das "Goldmoor" und an den "Silbersee" in Tannenhausen. 

"Heimat ist für mich, wenn ich nach meinem Bürojob mit meinem Pony den Feierabend in der Natur Ostfrieslands genießen darf."Maren Wibben (24) aus Aurich





Heimat

Unsere Fotografen sind bei ihrer Reise zwischen Nordsee und Teutoburger Wald auf viele faszinierende Menschen getroffen, die uns dankenswerterweise Einblicke in ihr Stück „Heimat“ geschenkt haben.

Herausgekommen sind 24 teils spektakuläre Aufnahmen, die nicht nur die Schönheit und Vielfalt des Nordens widerspiegeln, sondern auch Geschichten und Gefühle erzählen. Sie sollen nach und nach veröffentlicht werden.

Im Fokus stehen Menschen wie Du und ich. Arbeitnehmer, Pensionäre, Junge wie Alte, aus allen Schichten und Milieus. Kellner, Tanzlehrerin, Friseur, Beamtin, Lkw-Fahrerin, Auszubildender, Restaurantbetreiberin. Hiergeborene kommen genauso zu Wort wie Hinzugezogene oder hierher Geflüchtete – wie eine afghanische Familie, die jetzt in Hagen a.T.W. wohnt. Auch eine Ordensfrau ist dabei, die Jahrzehnte im Amazonasgebiet gelebt hat und nun wieder zurückgekehrt ist. Und ein Obdachloser, der sich selbst als Heimatlosen bezeichnet. Es geht um Freiheit, aber auch um Kindheitsträume, Leidenschaften, Sehnsüchte und Naturliebe. Unsere Videojournalisten haben bemerkenswerte Reportagen über die Menschen aus dem Norden gedreht, die uns verraten, was sie unter Heimat verstehen.

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