Verstöße gegen Baurecht? Anonyme Anzeigen verunsichern Langeoog

Von dpa

Einkaufsstraße auf Langeoog: Anonyme Anzeigen sorgen für Unruhe auf der Ferieninsel. Foto: ImagoEinkaufsstraße auf Langeoog: Anonyme Anzeigen sorgen für Unruhe auf der Ferieninsel. Foto: Imago

Wittmund/Langeoog. Beim Landkreis Wittmund stapeln sich Hunderte anonymer Anzeigen wegen angeblicher Verstöße gegen das Baurecht auf der ostfriesischen Insel Langeoog. Rund 700 Objekte seien betroffen, darunter viele Ferienwohnungen. Jeder einzelne Fall werde überprüft, sagte Landkreis-Bauamtsleiter Werner Hillie.

Der „Anzeiger für Harlingerland“ berichtete, dass die Kreisverwaltung sogar neue Mitarbeiter einstellen wolle, um allen Anzeigen nachgehen zu können. Es gehe zum Beispiel um zu steile oder zu schmale Treppen oder zu kleine Fenster, sagte Hillie. Beim Landkreis Wittmund stapeln sich Hunderte anonymer Anzeigen wegen angeblicher Verstöße gegen das Baurecht auf der ostfriesischen Insel Langeoog. Rund 700 Objekte seien betroffen, darunter viele Ferienwohnungen. Jeder einzelne Fall werde überprüft, sagte Landkreis-Bauamtsleiter Werner Hillie. Der „Anzeiger für Harlingerland“ berichtete, dass die Kreisverwaltung sogar neue Mitarbeiter einstellen wolle, um allen Anzeigen nachgehen zu können. Es gehe zum Beispiel um zu steile oder zu schmale Treppen oder zu kleine Fenster, sagte Hillie.

Auf der Insel wird nun gerätselt, wer hinter den anonymen Anzeigen steckt. Insgesamt sind mehr als 1500 Seiten Anzeigen per Post angekommen. Oft sind es Internetausdrucke von Anzeigen für Ferienwohnungen, meistens mit handschriftlichen Anmerkungen. „Wir wissen nicht, ob es eine Person ist oder mehrere. So etwas habe ich noch nie erlebt und habe auch nicht davon gehört“, sagte Hille. Unklar sei, ob es sich um einen Menschen mit großen Fachkenntnissen handelt: „Da wird oft ins Blaue geschossen.“

So hat sich nach Prüfung von einem Drittel der angezeigten Fälle gezeigt, dass bei zehn Prozent keine Beanstandungen vorlagen. 100 Prüfungsverfahren seien bereits eingeleitet. Dann folgten Gespräche mit dem Bauherrn und eine Ortsbesichtigung. Nach Hillies Ansicht werden sich viele Fälle durch nachträgliche Baugenehmigungen oder Änderungen klären lassen. Wenn aber zum Beispiel eine bestimmte Treppenbreite vorgeschrieben sei, dürfe diese nicht unterschritten werden, auch nicht um wenige Zentimeter.

Auf Langeoog gibt es maximal 10 000 Gästebetten, rund 210 000 Übernachtungsgäste bei 1,5 Millionen Übernachtungen im Jahr.