Logos ähnelten sich zu sehr Markenstreit: ffn drohte Festival mit Bußgeld

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Um dieses Logo hat sich ein Markenstreit entbrannt: Das FFF-Logo soll dem des Radiosenders zu ähnlich gewesen sein. Foto: Archiv/Logo ffnUm dieses Logo hat sich ein Markenstreit entbrannt: Das FFF-Logo soll dem des Radiosenders zu ähnlich gewesen sein. Foto: Archiv/Logo ffn

lve/nibu Osnabrück. Der Radiosender ffn wollte gegen das „Freifeld-Festival Oldenburg“ (FFF) gerichtlich vorgehen. Der Grund: zu große Ähnlichkeit beim Logo. Im Netz sorgt der Streit für Aufsehen.

Um das Logo des Freifeld-Festivals ist ein Markenstreit entbrannt. Das melden die Festivalverantwortlichen auf ihrer Homepage . Das Logo des Non-Profit-Festivals soll dem des Radiosenders zu ähnlich gewesen sein. Das dreitägige Festival mit Nachwuchskünstlern, Lesungen und Workshops fand vor anderthalb Wochen in Oldenburg statt.

Laut FFF drohte ffn aus diesem Grund mit einem Bußgeld von 50.000 Euro. Infolgedessen haben die Veranstalter bekannt gegeben, auf das Logo zu verzichten. Für ffn ist die Auseinandersetzung damit erledigt, teilte die Programmdirektorin Ina Tenz auf unsere Anfrage mit. Auf der ffn-Facebookseite sorgt der Streit allerdings weiter für Aufsehen. Ein User schreibt: „FFN .... für mich der F inanzieller F estivalkiller N iedersachsen“, mehrere fordern eine Erklärung oder Entschuldigung ein.

Dieser Forderung kam ffn auf seiner Facebookseite mit einem Text, der mit „Richtigstellung“ überschrieben ist, nach. Darin heißt es unter anderem: „Wir haben die Veranstalter zu keiner Zeit verklagt, sondern sie aufgefordert, das Verwenden des vorherigen Logos aus Markenrechtsgründen zu unterlassen.“ ffn habe jedoch das Festival medial unterstützt und darüber berichtet, da redaktionelle Inhalte von juristischen Interessen getrennt würden. Freifeld e.V. habe zudem die Unterlassungserklärung unterschrieben. „Aus ffn-Sicht hat sich mit der Änderung des Logos der Fall juristisch erledigt“, heißt es weiter.

Das sieht die Facebook-Gemeinde anders. Die Stellungnahme hat zu einer weiteren Flut von Kommentaren geführt. „Ob Klage oder nicht, außer Frage steht doch, dass Ihr rechtlichen Druck auf die Veranstalter des Freifeld-Festivals ausgeübt habt“, schreibt ein Nutzer. Eine Kommentatorin schreibt: „Entschuldigt Euch. Redet es Euch nicht schöner als es ist.“

Mittlerweile folgten allein auf die Stellungnahme 128 Kommentare. Und auch die Pinnwand ist voller Beiträge, in denen das Verhalten gegenüber Freifeld e.V. und die Kommunikation mit den Facebook-Nutzern kritisiert wird.


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