Niedersachsen: SPD-Minister hatte Kritik geübt CDU-Minister Thümler stützt Pläne zu Bildungsrat

Von Klaus Wieschemeyer

Bundesministerin Anja Karliczek und Landesminister Björn Thümler (beide CDU) besuchten am Donnerstag ein Forschungszentrum in Hannover. Foto: dpaBundesministerin Anja Karliczek und Landesminister Björn Thümler (beide CDU) besuchten am Donnerstag ein Forschungszentrum in Hannover. Foto: dpa

Hannover . Ist der von der schwarz-roten Bundesregierung geplante Nationale Bildungsrat überflüssig oder sinnvoll? Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) und Wissenschaftsminister Björn Thümer (CDU) sind sich uneins.

Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler hat die Pläne von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (beide CDU) für einen Nationalen Bildungsrat verteidigt. „Die Die Vorschläge für die mögliche Ausgestaltung eines Nationalen Bildungsrates sind ein guter Auftakt“, sagte Thümler am Donnerstag bei einem Besuch Karliczeks in Hannover.

Damit widerspricht der CDU-Politiker seinem SPD-Kollegen aus dem Schulressort. Kultusminister Grant Hendrik Tonne hatte in der vergangenen Woche heftig gegen Karliczek ausgeteilt und deren Konzept für untauglich befunden: Die Pläne seien „in mehrfacher Hinsicht unbefriedigend“, vom Wissenschaftsrat abgekupfert und verdienten die Note „nicht mehr ausreichend“ , sagte Tonne. Statt des Bildungsrates empfahl der SPD-Minister eine Reform der Kultusministerkonferenz. Das hört sich wenige Tage später bei Thümler schon ganz anders an. Der Wissenschaftsrat habe sich angesichts der großen Herausforderungen auch als Austauschplattform zwischen Bund und Ländern bewährt. Nun gelte es, „ein Konzept zu erarbeiten, das den Bedürfnissen und Ansprüchen beider Seiten gerecht wird.“ Thümler gab sich zuversichtlich, dass das gelingen und sich so die Bildungspolitik langfristig so verbessern werde.

Auch Karliczek selbst gab sich zuversichtlich und betonte ihre Dioalogbereitschaft mit den Ländern: Der Bildungsrat solle ein „Empfehlungsgremium“ werden, welches Vorschläge für die gesamte Bildungslandschaft von der frühkindlichen Entwicklung bis hin zur beruflichen Entwicklung erarbeiten solle, sagte sie am Donnerstag bei einem Besuch in Hamburg.


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