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Volle Keller im Emsland Unwetterwarnung für die Region Osnabrück und das Emsland

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cob/dpa Osnabrück. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte an diesem Sonntagabend vor schweren Gewittern in Teilen der Landkreise Emsland und Osnabrück. Tatsächlich liefen im Emsland einige Keller voll.

Nach Angaben des DWD hätten im gesamten Emsland und in Teilen des Landkreises Osnabrück und der Stadt Osnabrück am Sonntagabend schwere Gewitter und Sturmböen um die 65 Stundenkilometer auftreten können.

Tatsächlich grummelte und blitzte es am Abend an vielen Orten, und im Emsland traf es dabei besonders stark den Ort Wesuwe. Dort wurden Keller und Straßen überschwemmt. Zum späteren Abend hat sich das Wetter in unserer Region dann wieder beruhigt. Allerdings kann es im Laufe dieser Nacht immer wieder zu Gewittern kommen.

Unwetter in NRW

Bei Bochum hat ein Blitz zwei Frauen getroffen und schwer verletzt. Wie die Feuerwehr mitteilte, musste eine der Frauen am Sonntagabend wiederbelebt werden. Sie schwebte in Lebensgefahr. Die beiden Frauen, deren Alter die Einsatzkräfte mit Anfang 20 angaben, waren in Wattenscheid auf einem Fuß- und Radweg unterwegs, als der Blitz einschlug. Sie wurden in Krankenhäuser gebracht. Bei dem Gewitter habe es vor allem im Süden Bochums Starkregen und Hagel gegeben, so die Feuerwehr.

In Dinslaken ist hingegen ein Blitz in das Dach eines Einfamilienhauses eingeschlagen. Wie die Feuerwehr berichtete, drang starker Rauch aus dem Dach und dem First, als die Einsatzkräfte eintrafen. Die Bewohner hätten sich zu dem Zeitpunkt nicht mehr in dem Haus aufgehalten. „Somit konnten sich die Einsatzkräfte auf die Brandbekämpfung konzentrieren“, hieß es in einer Mitteilung. Die Feuerwehr habe verhindert, dass sich der Brand auf den gesamten Dachstuhl ausbreiten konnte.

Für Teile des Rheinlands und den Regierungsbezirk Arnsberg hatte der DWD bereits am Sonntagmittag eine Warnung vor Unwetter mit Starkregen und Hagel ausgegeben. Bereits am Mittag zogen Schauer und Gewitterwolken über die Eifel und die Region um Aachen. Im Laufe des Tages verlagerte sich die zunehmend feuchte Luft nach Südosten Richtung Bonn und Köln.

Unwetter in Hessen

Schwere Gewitter haben zudem Straßen und Keller im Norden Hessens unter Wasser gesetzt. Besonders betroffen war nach Angaben von Feuerwehr und Polizei der Werra-Meißner-Kreis. Allein in der Gemeinde Waldkappel waren mehr als 100 Feuerwehrleute im Einsatz. „Es herrscht Chaos hoch drei“, sagte ein Sprecher der Rettungsleitstelle. Im Ortsteil Hetzerode wurde ein Auto von einer Schlammlawine eingeschlossen. Nach Angaben des Sprechers retteten sich die beiden Insassen.

Auf Bildern aus Hetzerode war zu sehen, wie Wasser durch die Straßen floss und Autos einschloss. An anderen Stellen lag Hagel mehrere Zentimeter hoch.

Nach dem Gewitter im emsländischen Wesuwe. Foto: NWM-TV

Auch in der neuen Woche bleiben die Temperaturen hoch. Am Montag geht die Gewitter-Wahrscheinlichkeit laut DWD etwas zurück. Für die darauf folgenden Tage werde aber mit weiteren Unwettern, Hagel und Starkregen gerechnet, so die Sprecherin.


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