Beamte setzten Mann bei Oldenburg aus Staatsanwaltschaft klagt nach tödlichem Unfall zwei Polizisten an

Von dpa

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Nach dem Unfalltod eines 23-Jährigen in Oldenburg hat die Staatsanwaltschaft zwei Polizisten angeklagt, die den Mann kurz vorher betrunken auf einem Parkplatz abgesetzt hatten. Foto: Peter Steffen/dpaNach dem Unfalltod eines 23-Jährigen in Oldenburg hat die Staatsanwaltschaft zwei Polizisten angeklagt, die den Mann kurz vorher betrunken auf einem Parkplatz abgesetzt hatten. Foto: Peter Steffen/dpa

Oldenburg. Nach dem Unfalltod eines 23-Jährigen in Oldenburg hat die Staatsanwaltschaft zwei Polizisten angeklagt, die den Mann kurz vorher betrunken auf einem Parkplatz abgesetzt hatten. Der junge Mann war knapp eine Stunde später von einer Autofahrerin auf einer Kreisstraße in Rastede angefahren worden und gestorben.

Den Beamten werde nach dem Unfall Mitte November fahrlässige Tötung vorgeworfen, teilte die Staatsanwaltschaft in Oldenburg am Donnerstag mit. Die beiden Polizisten wollten den Mann eigentlich mit dem Streifenwagen nach Hause fahren, unterwegs wurden sie aber zu einem Einsatz gerufen und setzten den 23-Jährigen auf einem Supermarkt-Parkplatz ab.

Vor dem Unfall war der Mann mehrmals bei der Polizei in Erscheinung getreten. Er hatte unter anderem vor einer Polizeiwache in Oldenburg randaliert und einen Platzverweis ignoriert. Die Staatsanwaltschaft hatte mitgeteilt, dass der 23-Jährige zum Zeitpunkt des Unfalls einen Blutalkoholwert von mindestens 1,1 Promille hatte, vermutlich hatte er auch Cannabis konsumiert.

Nachdem die Polizisten den Mann abgesetzt hatten, meldeten sich 20 Minuten später Verkehrsteilnehmer über Notruf bei der Polizei, weil der 23-Jährige auf einer vielbefahrenen Straße statt auf dem Gehweg auf der Fahrbahn lief. Eine Streifenwagenbesatzung suchte den Mann, dieser rannte während der Überprüfung aber davon. Eine halbe Stunde später wurde er dann überfahren.

Es gebe keinen Nachweis dafür, dass den 23 und 24 Jahre alten Polizisten die Hilflosigkeit des Mannes klar gewesen sei oder dass sie diese ernsthaft in Rechnung gestellt hätten, hieß es von der Staatsanwaltschaft. Ob und wann die Polizisten sich nun vor Gericht verantworten müssen, ist noch unklar, weil das Landgericht noch nicht über die Eröffnung eines Hauptverfahrens entschied.


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