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Suche nach Besitzern läuft Kurioser Fund: Ehering von 1941 an Nordseeküste entdeckt

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Mit diesem Bild sucht die Berlinerin Géraldine Vogdt nach den Besitzern des Eherings, den sie zuvor im Nordsee-Watt entdeckte. Foto: Screenshot/FacebookMit diesem Bild sucht die Berlinerin Géraldine Vogdt nach den Besitzern des Eherings, den sie zuvor im Nordsee-Watt entdeckte. Foto: Screenshot/Facebook

Schillig. Sie war auf der Suche nach Plastik und Müll und fand dabei ein besonderes Schmuckstück: Die Berlinerin Géraldine Vogdt entdeckte bei einem Gang durchs Wattenmeer einen Ehering von 1941. Nun sucht die 34-Jährige über Facebook nach den Besitzern.

„Ich bin durchs Watt gegangen und habe über den Boden geschaut, Plastik und Müll aufgehoben, weil ich finde, dass es nicht dorthin gehört. Plötzlich habe ich es funkeln sehen, mich gebückt und diesen Ring gefunden“, schildert die Urlauberin ihren kuriosen Fund im Gespräch mit unserer Redaktion. Der Ring ist mit den Initialen „L. T.“ oder „L. J.“ versehen und lässt laut Gravur einen Rückschluss auf die Eheschließung im Jahr 1941 zu. Demnach wäre der Ring mindestens 77 Jahre alt.

Einen Tag nach ihrem Fund stellte die Berlinerin ein Bild des Ringes in die Facebook-Gruppe „Wenn Du Horumersiel oder Schillig kennst, dann....“, das mittlerweile über 1000 Mal in ganz Deutschland geteilt wurde. Auf diesem Weg sucht die Finderin nach den Besitzern und hofft, mehr über den Ring zu erfahren. „Mich würde interessieren, was hinter dem Ring steckt. Wie alt das Ehepaar war, als sie geheiratet haben oder wie lange der Ring schon dort liegt“, sagt die 34-Jährige.

Glücksbringer

Da der Ring in der Nähe des Hafens von Schillig aufgetaucht sei, könne auch eine dramatische Geschichte dahinter stecken oder eine Seebestattung, aber auch etwas ganz Banales, sagt die Berlinerin. „Sollten die Besitzer hier in der Gruppe sein, können sie mir sicher das eingravierte Datum und die beiden Initialen nennen ... und dann gibt es natürlich den Ring zurück!“, schreibt Vogdt in ihrem Eintrag.

Bis dahin trage sie den Ring bei sich, aus Angst ihn zu verlieren, aber auch als Glücksbringer. „Ich finde es großartig, wie viele Leute sich beteiligen und wie groß die Anteilnahme ist“, sagt Vogdt mit Blick auf die Reaktionen im sozialen Netzwerk. Die Urlauberin wünscht sich, möglichst schnell die Besitzer oder Nachkommen ausfindig zu machen und so zu einem Happy End beizutragen.


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