Göhrdemorde in Lüneburg aufgeklärt? Spezialhunde durchsuchen Grundstück von mutmaßlichem Serienmörder

Von dpa

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Polizisten laden Gegenstände in die Schaufel eines Radladers. Auf dem ehemaligen Grundstück eines mutmaßlichen Serienmörders in Lüneburg sucht die Polizei nach Hinweisen auf weitere Verbrechen. Foto: Philipp Schulze/dpaPolizisten laden Gegenstände in die Schaufel eines Radladers. Auf dem ehemaligen Grundstück eines mutmaßlichen Serienmörders in Lüneburg sucht die Polizei nach Hinweisen auf weitere Verbrechen. Foto: Philipp Schulze/dpa

Lüneburg. Bei der Suche nach Hinweisen auf weitere Taten eines mutmaßlichen Serienmörders setzt die Polizei in Lüneburg seit Montag auch Hunde ein. Die Tiere seien speziell ausgebildet, Veränderungen im Erdboden aufzuspüren, teilte ein Polizeisprecher mit.

„Insgesamt sind vier der aus Kroatien stammenden Hunde im Einsatz“, sagte er.

Die Arbeiten auf dem ehemaligen Grundstück des Friedhofsgärtners wurden am vergangenen Mittwoch begonnen und sollen noch bis mindestens Freitag andauern. Der Mann hatte 1993 Selbstmord begangen. In der Garage wurde im vergangenen September die vergrabene Leiche einer seit 1989 verschwundenen Frau gefunden. Zwei DNA-Treffer weisen auf den Gärtner als Verantwortlichen für die sogenannten Göhrdemorde hin. Im Waldgebiet Göhrde waren im Sommer 1989 zwei ermordete Paare entdeckt worden. Nach Einschätzung der Polizei könnte der Mann für zahlreiche weitere Morde verantwortlich sein.

Derzeit werde der Boden der Garage mit einem Presslufthammer weiter geöffnet, so der Polizeisprecher. Konkrete Hinweise auf einen weiteren Leichenfund gebe es derzeit aber nicht.


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