Skifahren bis nach Ostern Harz freut sich über lange Wintersaison

Von dpa

Meine Nachrichten

Um das Thema Niedersachsen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Skifahrer fahren auf dem Wurmberg im Oberharz eine Abfahrt. Foto: Swen Pförtner/dpaSkifahrer fahren auf dem Wurmberg im Oberharz eine Abfahrt. Foto: Swen Pförtner/dpa

Braunlage. Im Harz konnte man in diesem Winter so oft Skifahren wie schon lange nicht mehr. Grund ist der Kunstschnee. Der Tourismusverband sieht einen Nutzen für die gesamte Region.

Der Harzer Tourismusverband (HTV) hat eine positive Bilanz der an diesem Wochenende zu Ende gehenden Wintersportsaison gezogen. Eine genaue Zahl der Übernachtungen liege zwar noch nicht vor, sagte HTV-Geschäftsführerin Carola Schmidt der Deutschen Presse-Agentur. „Die Skigebiete sind aber sehr zufrieden.“

Dies gelte zum Beispiel für Schierke mit seinem großen Langlaufangebot, vor allem aber für Orte mit Abfahrtspisten wie Hahnenklee, St. Andreasberg, Schulenberg oder Hohegeiß. Besonders erfolgreich sei das Skigebiet auf dem Wurmberg bei Braunlage gewesen.

Dort gab es nach Angaben der Seilbahngesellschaft in diesem Winter die rekordverdächtige Zahl von 115 Skitagen. Grund dafür sei die künstliche Beschneiung vieler Pisten, sagte Seilbahn-Chef Dirk Nüsse. Dadurch sei die rund 4000 Meter lange Abfahrt vom Gipfel in den Ort bis jetzt befahrbar geblieben. Der letzte Skitag der Saison, die am 15. Dezember begonnen hatte, ist für Sonntag geplant.

Das Skigebiet auf dem Wurmberg war 2013 ausgebaut worden. Damals wurden für rund zwölf Millionen Euro neue Pisten und Lifte sowie ein künstlicher See errichtet, der mehr als 100 Beschneiungsanlagen mit Wasser speist. „Ohne die künstliche Beschneiung hätten wir vermutlich nicht einmal die Hälfte an Skitagen gehabt“, sagte Nüsse. „Die Investition hat uns jedenfalls gewaltig nach vorne gebracht.“

Die lange Skisaison am Wurmberg wirke sich positiv auf den gesamten Oberharz aus, sagte HTV-Chefin Schmidt. „Die Skifahrer wohnen ja nicht nur in Braunlage selbst, sondern in vielen umliegenden Orten“, sagte Schmidt. „Auch die Hotels und Pensionen im Nachbarbundesland Sachsen-Anhalt profitieren sehr davon.“

Angesichts der Erfolge wird am Wurmberg voraussichtlich weiter investiert. So solle das in diesem Winter auf einer kleinen Piste erstmals angebotene Skifahren unter Flutlicht weiter ausgebaut werden, sagte Seilbahn-Chef Nüsse. Geplant sei, im nächsten oder übernächsten Winter eine 1,7 Kilometer lange Abfahrt zu beleuchten, damit noch mehr Gäste nach Einbruch der Dunkelheit Gelegenheit zum Skifahren bekommen. Zudem seien zusätzliche Schneekanonen vorgesehen, um weitere Hänge künstlich beschneien zu können.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN