Angebot für katalanischen Politiker Pastor aus der Grafschaft Bentheim bietet Puigdemont Kirchenasyl an

Von Laura Fühner

Meine Nachrichten

Um das Thema Niedersachsen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Ohne/Neumünster. Der abgesetzte katalanische Präsident Carles Puigdemont könnte Unterschlupf in der Grafschaft Bentheim finden. Ein Pastor aus der Gemeinde Ohne will ihm sein Haus zur Verfügung stellen.

Karl W. ter Horst bietet den festgenommenen katalanischen Politiker Carles Puigdemont Asyl in seinem Haus in Ohne an. Damit möchte der Pastor i.R. seine Solidarität zu dem Politiker kundtun, der auf der Rückreise aus Finnland auf einem Rastplatz in Schleswig-Holstein aufgrund eines europäischen Haftbefehls festgenommen wurde. „Es ist ein Unding, dass er ausgerechnet in Deutschland verhaftet wurde“, findet ter Horst.

Brief mit seinem Angebot an die Justizvollzugsanstalt

Puigdemont wird Rebellion und die Veruntreuung öffentlicher Gelder vorgeworfen. „Nur weil er sich für die Separation eingesetzt hat, kann er doch nicht einfach verhaftet werden. Es ist eine Meinung, die er vertreten hat“, sagt ter Horst. Er selbst stehe der katalonischen Unabhängigkeit skeptisch gegenüber. Dennoch bietet er in Anlehnung an das Kirchenasyl Puigdemont seine eigenen vier Wände in Ohne an und käme auch für alle Kosten auf. Dafür hat er einen Brief mit seinem Angebot für den Inhaftierten an die Justizvollzugsanstalt nach Neumünster geschickt, in der Puigdemont zurzeit inhaftiert ist. Eine Antwort hat er noch nicht bekommen.

Weiterlesen: Puigdemont in Deutschland festgenommen - Justiz prüft Auslieferung

a:2:{s:7:"default";s:0:"";s:36:"b5600f5a-eb87-4162-8234-e3de3c5ef039";s:0:"";}

„Sehe es auch als Pflicht eines Christen, ihn aufzunehmen“

Das Angebot, in Ohne Zuflucht zu finden, gelte insbesondere dann, wenn eine Auslieferung beschlossen werde. „Ich bin seit 50 Jahren mit Katalonien verbunden und ich sehe es auch als Pflicht eines Christen, ihn aufzunehmen“, begründet der Pastor. Ohne sei ein guter Standort: „So kann er schnell wieder nach Belgien. Dort wurde er schließlich nicht verhaftet.“ Doch eigentlich, findet ter Horst, müsste der Politiker auch wieder nach Spanien reisen können, um dort „in Ruhe verhandeln zu dürfen“.

Kommentar: Fall Puigdemont – eine spanische Angelegenheit


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN