Zwei Tote auf Barßeler Tief Nach tödlichem Bootsunfall: Gerichte rangeln um Zuständigkeit

Von dpa

Blumen, Kerzen und Fotos sind am 28. August 2016 am Ufer des Gewässers in Apen zu sehen. Zuvor waren dort zwei Sportboote zusammengestoßen. Archivfoto: dpaBlumen, Kerzen und Fotos sind am 28. August 2016 am Ufer des Gewässers in Apen zu sehen. Zuvor waren dort zwei Sportboote zusammengestoßen. Archivfoto: dpa

Oldenburg/Barßel. Fast zwei Jahre nach einem schweren Bootsunfall mit zwei Toten und vier Verletzten auf dem Barßeler Tief ist die juristische Zuständigkeit immer noch nicht geklärt.

Ursache des Kompetenzgerangels ist die unklare Lage des Unglücksortes, der auf der Grenze zwischen den Landkreisen Ammerland und Cloppenburg liegt. Erst hatte sich im Januar das Amtsgericht Westerstede (Kreis Ammerland) für unzuständig erklärt, dann lehnte im Februar das Schifffahrtsgericht beim Amtsgericht Emden die Übernahme des Verfahrens ab.

Jetzt hat das Oberlandesgericht Oldenburg entschieden, dass es für die Bestimmung des zuständigen Gerichts nicht berufen ist. Nun müsse der Bundesgerichtshof in Karlsruhe entscheiden, welches Gericht zuständig ist, teilte das Oberlandesgericht am Dienstag in Oldenburg mit. Das Amtsgericht Westerstede müsse daher die Akten dem Bundesgerichtshof vorlegen.

Der tragische Fall hatte im August 2016 für Bestürzung gesorgt, als zwei Boote mit jeweils vier jungen Insassen auf der Rückfahrt vom Hafenfest in Barßel aufeinander gefahren waren. Ein Schiffsführer soll mit 1,89 Promille alkoholisiert gewesen und zu schnell gefahren sein.