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Auto verkeilt sich auf A1 unter Lkw A1-Unfälle: Polizei sieht keine Zusammenhänge mit Baustelle

Von dpa

Ein Autofahrer ist bei einem Unfall mit einem Lastwagen auf der Autobahn 1 schwer verletzt worden. Foto: PolizeiEin Autofahrer ist bei einem Unfall mit einem Lastwagen auf der Autobahn 1 schwer verletzt worden. Foto: Polizei

Groß Ippener. Ein Autofahrer ist in der Nacht zu Montag bei einem Unfall mit einem Lastwagen auf der Autobahn 1 bei Harpstedt schwer verletzt worden. Mit der Baustelle habe dieser Unfall aber nichts zu tun, sagt die Polizei.

Bei einem Unfall auf der Autobahn 1 bei Harpstedt ist der Polizei zufolge ein Auto unter einen Lastkraftwagen geraten. Ein 35 Jahre alter Autofahrer aus dem Landkreis Cloppenburg ist in der Nacht von Sonntag auf Montag gegen 3.10 Uhr auf dem Hauptfahrstreifen in Richtung Bremen mit seinem Fahrzeug ungebremst auf einen Sattelzug aus Kerpen aufgefahren.

Auto verkeilt sich unter Lastwagen

Durch den Aufprall verkeilte sich das Auto unter dem Sattelzug und wurde von diesem mit auf den Standstreifen gezogen. Der 35-jährige Fahrer wurde in seinem Fahrzeug eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Er wurde schwer verletzt mit einem Rettungswagen in ein Bremer Krankenhaus gebracht.

Autobahn für drei Stunden gesperrt

Für die Bergungs- und Rettungsarbeiten musste die Autobahn an der Anschlussstelle Groß Ippener durch die Autobahnmeisterei Wildeshausen bis 6.10 Uhr voll gesperrt werden. Es kam jedoch laut Polizei zu keinen nenneswerten Behinderungen des Verkehrs.

Fahrzeuge müssen abgeschleppt werden

Das Auto und der Sattelauflieger aus Kerpen waren nach dem Unfall nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Der Sachschaden wird von der Polizei auf rund 25.000 Euro geschätzt.

„Das ist ein Unfall, der sich schon mal ereignet“, sagt der erste Polizeihauptkommissar Andreas Rehling von der Autobahnpolizei Ahlhorn. „Er hat nichts mit der Situation vor Ort zu tun.“ Zwischen Stuhr und Brinkum befindet sich gerade eine Großbaustelle, weil die Fahrbahn erneuert wird.

Probleme beim Einfädeln und Überholen

Da es anstelle der vier Fahrstreifen nur noch zwei gibt, komme es durchaus zu Problemen zum Einfädeln oder Überholen, gibt er zu. Die Polizei habe aber bereits in beiden Richtungen sieben Kilometer vor der Baustelle Stauwarnschilder angebracht. „Das sind dynamische Anlagen, die den Fahrer schon warnen, wenn der Verkehr zähflüssig verläuft. Dann kann sich der Autofahrer überlegen, ob er nicht früher abfährt“, nennt Rehling eine der Maßnahmen der Polizei, um Unfällen vorzubeugen.

Wenn das Stauende außerhalb der sieben Kilometer liegt, überwache die Polizei zusätzlich den Verkehr, indem sie die Geschwindigkeit der Autos und die Sicherheitsabstände misst. Gerade zu geringe Sicherheitsabstände seinen eine der Hauptunfallursachen. Kurz vor der Baustelle sei außerdem ein Tempolimit von 60 Stundenkilometern vorgeschrieben, im Baustellenbereich seien 80 erlaubt, nur an den Anschlussstellen wieder 60.

Autofahrer können die Situation selbst entschärfen

„Wir versuchen auch einen Rückstau zu verhindern, indem wir die Autofahrer bitten, im Falle eines Unfalls in die Nothaltebucht zu fahren oder die Autobahn zu verlassen“, sagt der Hauptkommissar. Das gelte aber nur, wenn es sich um einen Bagatellunfall handelt und die Lage der Unfallsituation eindeutig ist. Rehling lobt auch die Vorausschau der Autofahrer. Viele hätten sich an die Situation angepasst, indem sie während der Baustellenphase auf Mitfahrgelegenheiten oder öffentliche Verkehrsmittel zurückgriffen. Außerdem gebe es Absprachen mit allen Beteiligten, beispielsweise mit Verkehrssicherern, Bauunternehmern, der Feuerwehr und Rettungsdiensten. „Wir reagieren auf Hinweise, wo eventuell noch Schilder ergänzt werden müssen oder Fahrbahnmarkierungen eindeutiger angebracht werden sollten. Das ist ein kontinuierlicher Prozess“, sagt der Hauptkommissar.

„Wir sind durchaus optimistisch, was die Unfallfolgen betrifft“, betont Rehling. „Bis jetzt gab es wegen der Baustelle nur Sachschäden und kaum Verletzte.“