Wo ist der mutmaßliche Täter? Probleme bei Ermittlungen zu Messerattacke in Ägypten

Von dpa

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Am Strand vor dem Hotel El Palacio im ägyptischen Hurghada erstach der Attentäter die Touristen. Foto: dpaAm Strand vor dem Hotel El Palacio im ägyptischen Hurghada erstach der Attentäter die Touristen. Foto: dpa

Hildesheim. Nach der tödlichen Messerattacke im ägyptischen Urlaubsort Hurghada auf zwei deutsche Frauen und eine Tschechin im vergangenen Sommer haben die deutschen Ermittler keine sicheren Kenntnisse über den Verbleib des mutmaßlichen Täters.

Man gehe davon aus, dass der Mann in Ägypten in Gewahrsam sei, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Hildesheim am Freitag. Das wissen die Ermittler aber nicht bestimmt. Auch habe die Behörde bisher nicht erfahren, ob der Mann möglicherweise bereits verurteilt worden sei. Um an Informationen zu kommen, hat die Staatsanwaltschaft ein internationales Rechtshilfeersuchen auf den Weg gebracht. Zuvor hatte die „Hildesheimer Allgemeine Zeitung“ berichtet.

Nicht mit schnellem Ergebnis zu rechnen

Ein schnelles Ergebnis werde nicht erwartet, sagte der Sprecher. Auch im Falle eines Rechtshilfeersuchens, das über das Auswärtige Amt an das ägyptische Justizministerium gehe, könne sich der Fall über Monate hinziehen.

Im vergangenen Sommer hatte ein 28-Jähriger die beiden 56 und 65 Jahre alten Urlauberinnen aus dem Kreis Peine an einem Hotelstrand in Hurghada mit mehreren Messerstichen getötet, bevor er überwältigt wurde. Bei der Tat wurden vier weitere Ausländer verletzt. Eine 36-jährige Tschechin starb wenige Tage später an ihren schweren Verletzungen. Ermittlerkreise hatten kurz nach dem Angriff noch berichtet, der Mann habe mit der Terrormiliz IS in Kontakt gestanden.


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