Autos an 170 Orten überprüft Polizeidirektion Osnabrück kontrolliert Gurtmuffel und Handysünder

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Während der Kontrollwoche der Polizeidirektion Osnabrück wurden Autofahrer an 170 Orten zwischen Teutoburger Wald und Nordseeküste kontrolliert. Im Fokus standen Gurtmuffel und Handysünder. Symbolfoto: David EbenerWährend der Kontrollwoche der Polizeidirektion Osnabrück wurden Autofahrer an 170 Orten zwischen Teutoburger Wald und Nordseeküste kontrolliert. Im Fokus standen Gurtmuffel und Handysünder. Symbolfoto: David Ebener

Osnabrück. In der vergangenen Woche kontrollierten Beamte der Polizeidirektion Osnabrück an rund 170 Orten zwischen Teutoburger Wald und Nordseeküste Autofahrer und deren Verhalten im Straßenverkehr. Fazit der Kontrollwoche: Noch immer gibt es viele Gurtmuffel – und auch Handys werden nach wie vor am Steuer genutzt.

Konkret stellten die Polizisten nach Angaben der Direktionspressestelle in mehr als 50 Fällen fest, dass die Kindersitze beziehungsweise Kinderrückhalteeinrichtungen nicht ordnungsgemäß genutzt wurden oder fehlten. „Ohne die passende Rückhalteeinrichtung besitzen Kinder ein sieben Mal höheres Risiko im Falle eines Unfalles schwere Verletzungsfolgen davon zu tragen“, wird Polizeisprecherin Nadine Kluge-Gornig in einer Mitteilung zitiert.

So müssen Kinder angeschnallt werden

Zur Info: Alle Kinder bis zum zwölften Lebensjahr, die kleiner als 1,50 Meter sind, dürfen nur mit einer amtlich genehmigten und für das jeweilige Kind geeigneten Rückhalteinrichtung im Fahrzeug befördert werden. Kinder über zwölf Jahre sind von der besonderen Sicherungspflicht ausgenommen, auch wenn sie kleiner als 1,50 Meter sind. „Dennoch empfehlen wir aus Gründen der Sicherheit die Nutzung einer Sitzerhöhung“, so Kluge-Gornig. Kinder unter zwölf Lebensjahren, die größer als 1,50 Meter sind, müssen den regulären Sicherheitsgurt verwenden.

60 Euro für Handysünder

In mehr als 290 Fällen verzeichneten die kontrollierenden Beamten Verstöße gegen die Anschnallpflicht. Der fehlende Sicherheitsgurt wird mit einem Verwarngeld von 30 Euro geahndet. Auch die Anzahl der festgestellten Verstöße durch die Nutzung von Handys und anderen elektronischen Geräten am Steuer bleibt nach Angaben der Polizeidirektion Osnabrück alarmierend: 108 Fahrer erwarten nun ein Bußgeld in Höhe von 100 Euro und einen Punkt in Flensburg, weil sie ihr Handy während der Fahrt benutzt hatten.

Die Kontrollwoche fand im sogenannten TISPOL-Verbund (Traffic Information System Police) statt, einem Zusammenschluss der EU-Verkehrspolizeien.

Hinweis der Redaktion: In der Pressemitteilung der Polizeidirektion war von 60 Euro Bußgeld für Handyvergehen die Rede. Zum 19. Oktober vergangenen Jahres hat sich das Bußgeld jedoch auf mindestens 100 Euro erhöht. Unsere Redaktion hat den Artikel entsprechend korrigiert, da in der ersten Version die falsche Zahl angegeben war.


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