Noch viele krank Der Höhepunkt der Grippewelle scheint überschritten, aber...

In den meisten Fällen kommt eine echte Grippe sehr plötzlich – manchmal innerhalb von Stunden. Foto: dpaIn den meisten Fällen kommt eine echte Grippe sehr plötzlich – manchmal innerhalb von Stunden. Foto: dpa 

dpa/red Hannover. Der Höhepunkt der heftigen Grippewelle in Niedersachsen scheint zwar überschritten, jedoch haben viele Menschen noch mit der Erkrankung zu kämpfen.

Über die jüngste Entwicklung informiert das Landesgesundheitsamt an diesem Dienstag in Hannover. In rund der Hälfte aller von Arztpraxen eingesandten Proben wurde das Virus zuletzt nachgewiesen.

Mindestens 32 Grippetote in Niedersachsen

Da es sich bei diesen Zahlen ausschließlich um labordiagnostisch nachgewiesene Fälle handelt, muss allerdings von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen werden.

Von einer Grippewelle spricht man, wenn die Rate über 20 Prozent liegt. Insgesamt registrierte das Landesgesundheitsamt seit Beginn der Influenza-Saison im Oktober knapp 12.000 laborbestätigte Grippefälle in Niedersachsen. 32 Menschen sind bereits nachweislich an Influenza gestorben.

Ärzte und Kliniken am Limit

In den Praxen und Kliniken der Region Osnabrück und im Emsland arbeiten Ärzte und Schwestern in den vergangenen Wochen am Limit.

Woran erkennt man eine Grippe?

In den meisten Fällen kommt eine echte Grippe sehr plötzlich – manchmal innerhalb von Stunden. Bemerkbar macht sie sich durch Schüttelfrost und hohes Fieber. Hinzukommen häufig Halsschmerzen, Husten, tränende Augen, eine rinnende Nase, Übelkeit sowie Kopf- und Gliederschmerzen. (Von der Grippe erwischt: Das müssen Arbeitnehmer bei Krankschreibung wissen)

Zudem haben die meisten Betroffenen ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl im ganzen Körper. Vorbeugen lässt sich einer Grippe mit einer Impfung. Allerdings schützt sie nicht zu 100 Prozent vor einer Erkrankung. (Weiterlesen: Echte Influenza oder nur eine Erkältung?)

Yamagata-Virus

So sind die Influenza-Viren des Typs B der sogenannten Yamagata-Linie in dem in dieser Grippesaison noch gängigen Dreifachimpfstoff nicht enthalten. Effektiver ist daher der Vierfachimpfstoff, der einen zusätzlichen Bestandteil gegen Influenza-B-Viren enthält. Der teurere Vierfach-Schutz ist bislang allerdings keine einheitlich geregelte Kassenleistung und wird nur von wenigen Krankenkassen übernommen, wenn die Patienten zu einer Risikogruppe gehören. Das soll sich zur Grippesaison 2018/19 allerdings ändern.