Widerstand gegen Festnahme „Reichsbürger“ verletzt sechs Polizisten mit Tierabwehrspray

Von dpa

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Beim Versuch, sich einer Festnahme zu widersetzen, hat ein sogenannter Reichsbürger in Hameln sechs Polizisten mit einem Tierabwehrspray verletzt. Foto: dpaBeim Versuch, sich einer Festnahme zu widersetzen, hat ein sogenannter Reichsbürger in Hameln sechs Polizisten mit einem Tierabwehrspray verletzt. Foto: dpa

Hameln. Beim Versuch, sich einer Festnahme zu widersetzen, hat ein sogenannter Reichsbürger in Hameln sechs Polizisten mit einem Tierabwehrspray verletzt.

Die Beamten, die ihrerseits Pfefferspray zum Einsatz brachten, erlitten Augenreizungen, wie ein Polizeisprecher am Freitag mitteilte. Der 33-jährige „Reichsbürger“ sollte am Donnerstag auf einem Parkplatz festgenommen werden. Gegen ihn lag ein Haftbefehl vor, weil er sich geweigert hatte, eine Geldstrafe wegen Widerstands und Beleidigung in Höhe von 1350 Euro zu bezahlen.

Streifenwagen angefahren

Der Hamelner verbarrikadierte sich in seinem Auto. Als ein Polizist das Schließen einer Fensterscheibe mit einem Werkzeug blockierte, versprühte der 33-Jährige das Tierabwehrspray. Dann setzte er mit dem Pkw zurück und stieß gegen einen Streifenwagen.

Nun gelang es den Beamten, das Seitenfenster der Fahrertür zu zerstören und den „Reichsbürger“ festzunehmen. Der Mann erlitt leichte Schnittverletzungen. Gegen ihn wird wegen gefährlicher Körperverletzung, Nötigung und Beleidigung ermittelt.

500 Reichsbürger in Niedersachsen

Die „Reichsbürger“-Bewegung, die deutschlandweit vom Verfassungsschutz beobachtet wird, lehnt die Bundesrepublik, deren Organe und Behörden ab und akzeptiert keine amtlichen Bescheide. Alleine in Niedersachsen soll es knapp 500 „Reichsbürger“ geben. Viele Anhänger der Bewegung sind nach Einschätzung der Behörden in der rechtsextremen Szene aktiv.


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