Unfallstatistik der Polizeidirektion Mehr Verkehrsunfälle in unserer Region, aber weniger Tote

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Die Anzahl der Verkehrsunfälle ist im vergangenen Jahr zwischen Küste und Teutoburger Wald leicht angestiegen. Foto: dpa/Stefan PuchnerDie Anzahl der Verkehrsunfälle ist im vergangenen Jahr zwischen Küste und Teutoburger Wald leicht angestiegen. Foto: dpa/Stefan Puchner

Osnabrück. Die Anzahl der Verkehrsunfälle ist im vergangenen Jahr zwischen Küste und Teutoburger Wald leicht angestiegen. Weniger Menschen starben auf den Straßen im Nordwesten, allerdings wurden deutlich mehr schwer verletzt. Sorge bereitet der Polizei der massive Anstieg der Unfälle mit E-Bikes.

Die Polizeidirektion Osnabrück verzeichnet in ihrer Unfallstatistik für das vergangene Jahr 31.595 Unfälle, 1,4 Prozent mehr als im Vorjahr. 54 Menschen kamen dabei ums Leben – ein Rückgang um 28 Prozent und der tiefste Stand seit zehn Jahren, teilte die Polizeidirektion am Donnerstag mit. Kinder und Jugendliche starben nicht.

Außerhalb geschlossener Ortschaften ging die Anzahl der Unfalltoten sogar um 38 Prozent zurück. Auf Autobahnen starben vier Verkehrsteilnehmer – zwei weniger als im Jahr 2016.

Mehr Schwerverletzte

Die Anzahl der Schwerverletzten stieg hingegen um 6,3 Prozent auf 1417 an. 6973 Menschen wurden leicht verletzt.

„Die Zahl der Verkehrsunfälle insgesamt ist im Vergleich zum Vorjahr leicht angestiegen. Erfreulich ist dabei, dass die Zahl der Verkehrstoten weiter reduziert werden konnte“, wird Polizeipräsident Bernhard Witthaut in der Mitteilung zitiert. Und beklagt: „Die nicht angepasste Geschwindigkeit und ebenso die Ablenkung im Straßenverkehr gehören weiterhin zu den Hauptunfallursachen.“

Vielfältige Unfallursachen

2282 Unfälle führt die Polizei auf einen zu geringen Sicherheitsabstand zurück. 2016 waren es 2893 gewesen. Dafür stieg die Anzahl der Unfälle nach Vorfahrtsverletzungen leicht an – von 2346 im Jahr 2016 auf 2413 im vergangenen Jahr. 1860 Unfälle sind auf überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen. 2016 waren es 1905 gewesen.

Mehr Baumunfälle

504 Unfälle endeten außerhalb geschlossener Ortschaften an einem Baum. Das sind elf Prozent mehr als im Jahr zuvor, allerdings starben dabei nur halb so viele Menschen. „Eine generelle Geschwindigkeitsbegrenzung außerhalb geschlossener Ortschaften auf 80 km/h würde eine Vielzahl von Gefahrensituationen reduzieren“.

Mehr Unfallfluchten

Erneut stieg die Anzahl der Unfallfluchten. 7793 wurden der Polizei angezeigt – 4,4 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Bei Unfällen mit Verletzten klärten die Polizei mehr als jeden zweiten Fall auf (51,42 Prozent).

Mehr Ältere an Unfällen beteiligt

Die Zahl der getöteten Verkehrsteilnehmer über 65 Jahren sank. 31 waren es 2017, im Jahr zuvor 46. Insgesamt war die über 65-Jährigen an 5689 Unfällen beteiligt, 515 mehr als 2016. Sechs von zehn Unfällen verursachten sie.

Deutlich mehr Unfälle mit E-Bikes

Mit Sorge beobachtet die Polizei den Anstieg der Unfälle mit E-Bikes. Sie vervierfachten sich seit 2013, als die Polizeidirektion 73 Unfälle verzeichnet hatte. Im vergangenen Jahr waren es 279, fünf E-Biker starben. Insgesamt sank die Anzahl der Fahrradunfälle im Vergleich zum Jahr 2016 um vier Prozent auf 2499.

Acht Motorrad- und Rollerfahrer gestorben

Unter den Motorrad- und Rollerfahrern starben acht Verkehrsteilnehmer. Seit 2013 sank die Zahl der tödlichen Unfälle jedoch um 43 Prozent. Die Anzahl der Unfälle, an denen die motorisierten Zweiradler beteiligt sind, ist zwar mit 481 konstant, allerdings stieg die Anzahl der Leicht- und Schwerverletzten (224/130).

Polizeipräsident Bernhard Witthaut stellt die Unfallstatistik für das Jahr 2017 vor. Foto: PD Osnabrück

Der Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Osnabrück erstreckt sich vom Teutoburger Wald bis zu den Ostfriesischen Inseln.


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