Honé will Agrarsubventionen neu ordnen Mehr Geld für Dorferneuerungen, weniger für Bauern?

Von Dirk Fisser

Ein Mähdrescher bei der Arbeit auf einem Feld. Foto: dpaEin Mähdrescher bei der Arbeit auf einem Feld. Foto: dpa

Osnabrück. Mehr Geld für Dorferneuerungen dafür weniger Mittel für Direktzahlungen an Bauern? Das könnte sich Niedersachsens Europaministerin Birgit Honé durchaus vorstellen, wenn die EU-Agrarsubventionen in Folge des Brexit neugeordnet werden müssen.

Niedersachsens Europaministerin Birgit Honé hat sich für eine Neuordnung der EU-Agrarsubventionen nach dem Brexit ausgesprochen. Die Vorsitzende der Europaministerkonferenz sagte unserer Redaktion:„Ich bin sehr dafür, die sogenannte zweite Säule zu stärken, aus der beispielsweise Dorferneuerungen finanziert werden. Damit lässt sich viel Gutes tun für die ländlichen Räume.“

„Ländlicher Raum ist mehr als Landwirtschaft“

Bislang fließt das meiste Geld über die erste Säule als Direktzahlung an Bauern. Honé betonte, dass sie diese Direktzahlungen nicht abschaffen wolle, aber: „Der ländliche Raum ist mehr als nur Landwirtschaft.“ Sie sei sicher, dass auch Bauern ein Interesse an attraktiven Dörfern hätten. „Das schaffen wir mit Mitteln der zweiten Säule. Dazu gehört, dass wir lebendige Dörfer erhalten“, so die Ministerin. (Weiterlesen: EU-Agrarsubventionen: Das waren 2016 die Top-Empfänger)

2016 überwies die EU-Kommission insgesamt 6,4 Milliarden Euro nach Deutschland. Weil mit dem Brexit die britischen Beiträge wegfallen werden, steht danach insgesamt weniger Geld zur Verfügung.