Weniger Verkehrstote, mehr Unfälle Niedersachsen will Ursachen für Verkehrsunfälle weiter bekämpfen

Von dpa

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Weniger Verkehrstote, aber mehr Unfälle: Diese Entwicklung zeichnet sich bei der Unfallstatistik in Niedersachsen ab. Neben hoher Geschwindigkeit spielt auch die Ablenkung durch das Smartphone als Unfallursache eine wachsende Rolle. Symbolfoto: dpaWeniger Verkehrstote, aber mehr Unfälle: Diese Entwicklung zeichnet sich bei der Unfallstatistik in Niedersachsen ab. Neben hoher Geschwindigkeit spielt auch die Ablenkung durch das Smartphone als Unfallursache eine wachsende Rolle. Symbolfoto: dpa

Hannover. Auch angesichts rückläufiger Zahlen bei den Verkehrstoten lässt Niedersachsen bei der Bekämpfung der Hauptunfallursachen nicht locker. Welche Maßnahmen das Land konkret plant, will Innenminister Boris Pistorius (SPD) am Mittwoch (12.00 Uhr) bei der Vorlage der jährlichen Unfallstatistik erläutern.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sank die Zahl der Verkehrstoten in Niedersachsen 2017 auf ein Rekordtief. Insgesamt kamen landesweit 406 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben. Dies war laut Destastis der niedrigste Wert seit Einführung der Statistik vor mehr als 60 Jahren.

Nach Angaben des Landesamtes für Statistik ereigneten sich in der Zeit von Januar bis November 2017 landesweit 30 305 Verkehrsunfälle, bei denen Personen zu Schaden kamen. Dies waren 1,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Während die Zahl der Verkehrstoten rückläufig war, stieg die Zahl der Schwerverletzten (5707) und der Leichtverletzten (33 626) im Vergleich zu den ersten elf Monaten 2016.

Zu hohe Geschwindigkeit ist weiter der Hauptgrund für tödliche Unfälle. Neben Missachtung der Vorfahrt, zu wenig Abstand und nicht angepasster Geschwindigkeit ist auch Ablenkung durch das Smartphone oft Ursache für einen Unfall. Niedersachsen lässt derzeit in einer einjährigen Studie die Gefahr von Handys als Unfall-Auslöser untersuchen.

Boris Pistorius (SPD), Innenminister von Niedersachsen. Foto: dpa

In den Polizeidirektionen Braunschweig, Hannover und Osnabrück sollen Unfälle gründlich analysiert werden, bei denen eine Ablenkung durch Handys oder Tablets als Ursache vermutet wird. Bislang gibt es dazu keine polizeiliche Datenbasis, da Ablenkung als Unfallursache noch nicht gesondert erfasst wird.


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