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Parteitag in Oldenburg Osnabrückerin Anne Kura jetzt Landesvorsitzende der Grünen

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Die niedersächsischen Grünen haben am Samstag in Oldenburg eine neue Vorsitzende gewählt: Die Osnabrückerin Anne Kura wird die Partei künftig mit dem Co-Chef Stefan Körner anführen. Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpaDie niedersächsischen Grünen haben am Samstag in Oldenburg eine neue Vorsitzende gewählt: Die Osnabrückerin Anne Kura wird die Partei künftig mit dem Co-Chef Stefan Körner anführen. Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa

Oldenburg. Die niedersächsischen Grünen haben am Samstag in Oldenburg eine neue Vorsitzende gewählt: Die Osnabrückerin Anne Kura wird die Partei künftig mit dem Co-Chef Stefan Körner anführen.

Damit ist der Parteivorstand wieder komplett. Die bisherige Vorsitzende Meta Janssen-Kucz hatte den Spitzenposten gegen die Aufgabe als stellvertretende Präsidentin des niedersächsischen Landtags eingetauscht. Kura führt die Partei nun gemeinsam mit dem bisherigen Co-Vorsitzenden Stefan Körner – zumindest bis zum Herbst. Dann stehen die turnusgemäßen Vorstandswahlen an. „Wir haben Großes vor, das kriegen wir bis Herbst nicht hin“, sagte Kura unserer Redaktion. Sie gehe daher zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass sie sich im Herbst erneut für den Spitzenposten bewerben werde. Ihr Mandat im Osnabrücker Stadtrat wolle sie derweil beibehalten.

Kura: Grüne müssen auf die Straße

Kuras Kurs für die Grünen gleicht dem des neuen Bundesvorsitzenden Robert Habeck. Die 33-Jährige will die Partei mit ihren mittlerweile fast 7000 Mitgliedern breiter aufstellen. Die Grünen müssten raus auf die Straße, mutiger und radikaler sein, sagte die Sozialwissenschaftlerin Kura in ihrer Bewerbungsrede. „Wenn wir die Welt nicht besser machen, machen es andere für uns.“ Nur eine gerechte Gesellschaft könne auch eine ökologische sein.

Ähnlich hatte sich zuvor Habeck geäußert, der als Gastredner zu den etwa 200 Parteimitgliedern sprach. Es sei Aufgabe der Partei, die Gesellschaft zusammenzuhalten mit einer „soldarisch, internationalen, fairen, ökologischen Politik.“ Die Grünen müssten Antworten auf die Fragen von Fairness und Zusammenhalt geben. Dies gelte besonders angesichts der derzeitigen Schwäche der Sozialdemokratie. Habeck warnte: „Sonst fliegt uns der Laden auseinander.“

Bei der Bundestagswahl hatten die Grünen leichte Stimmzuwächse, für eine Regierungsbeteiligung reichte es angesichts des Platzens der Jamaika-Verhandlungen dann aber doch nicht. Bei der Landtagswahl in Niedersachsen verlor die Partei hingegen fünf Prozentpunkte und fiel auf 8,7 Prozent zurück. Sie schied damit aus der Regierung aus.


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