1989 zwei Paare getötet Göhrdemorde Thema bei „Aktenzeichen XY... ungelöst“

Von dpa

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Moderator Rudi Cerne blickt im Studio der Sendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ in die Kamera. Foto: dpaModerator Rudi Cerne blickt im Studio der Sendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ in die Kamera. Foto: dpa

Lüneburg. Im Fall der Göhrdemorde sucht die Polizei nun auch mit Hilfe der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ nach Zeugen. Am Mittwoch wird der Fall dort Thema sein, wie ein Sprecher der Polizeidirektion Lüneburg mitteilte.

Im östlich von Lüneburg gelegenen Waldgebiet Göhrde waren 1989 zwei getötete Paare entdeckt worden, die Taten blieben jahrzehntelang ungeklärt. „Die DNA eines bereits verstorbenen Straftäters ist in einem der Opferfahrzeuge gefunden worden“, sagte der Polizeisprecher am Montag. „Im damaligen Haus dieses Mannes konnte im September des letzten Jahres die unter Beton vergrabene Leiche der ebenfalls seit 1989 verschwundenen Birgit Meier gefunden werden.“ Angehörige hatten die sterblichen Überreste der Frau auf dem Grundstück eines lange verdächtigten Friedhofsgärtners in einem Randbezirk von Lüneburg entdeckt. Der Mann beging 1993 mit 40 Jahren Selbstmord im Gefängnis.

Die Ermittlungsgruppe der Polizei Lüneburg gehe davon aus, dass der Tatverdächtige zumindest nicht in jedem Fall alleine gehandelt haben dürfte, hieß es am Montag. „Um sein Umfeld aufzuhellen, sucht die Polizei nun nach Zeitzeugen“, erklärte der Sprecher.

Der Friedhofsgärtner könnte ein Serienmörder gewesen sein. „Aufgrund des bisherigen Ermittlungsstandes müssen wir von der Möglichkeit einer Vielzahl von Taten in Deutschland und vielleicht auch darüber hinaus ausgehen“, sagte Lüneburgs Polizeipräsident im Januar.


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