Biermarkt wird vielfältiger Zahl der Brauereien in Niedersachsen und Bremen steigt

Von dpa

Die Zahl der Brauereien in Deutschland wächst. Foto: Frank Rumpenhorst/dpaDie Zahl der Brauereien in Deutschland wächst. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Hannover. Zwar sinkt der Bierdurst der Deutschen, dennoch gibt es im Land immer mehr Brauereien. Das macht sich auch in Niedersachsen und Bremen bemerkbar.

Biertrinker haben in Deutschland eine immer größere Auswahl. Der Craft-Beer-Trend lässt die Zahl der Brauereien weiter steigen, wie der Deutsche Brauer-Bund der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. In Niedersachsen und Bremen kamen 2017 zehn Betriebe hinzu. Damit gibt es in den beiden Ländern nun 82 Brauereien.

Nur in Bayern war der Zuwachs mit 18 Brauerein höher. Deutschlandweit stieg die Zahl im vergangenen Jahr um 82 Betriebe, so viele wie in den acht Jahren zuvor insgesamt. Damit gibt es nach Angaben des Deutschen Brauer-Bunds nun 1492 Braustätten, so viele wie nie seit der Wiedervereinigung. (Auch interessant: Osnabrücker braut Bier nach fast ausgestorbenen Rezepten)

Zahlreiche neue Player

Der Brauer-Bund rechnet mit zahlreichen weiteren neuen Spielern auf den regionalen Biermärkten. Bis Ende März werde die Zahl von 1500 Betrieben überschritten sein. „Die Verbraucher können sich über eine stetig wachsende Biervielfalt freuen, die weltweit ihresgleichen sucht“, sagte Eichele.

Dennoch hatten die deutschen Brauer im Jahr 2017 mit seinen vergleichsweise spärlichen Biergartenwetter-Tagen weniger Bier verkauft als im Vorjahr. 93,5 Millionen Hektoliter waren es, zwei Millionen weniger. Ein Hektoliter entspricht 100 Litern. Auch der Export ging zurück. Die Brauer setzen nun darauf, dass die Fußball-Weltmeisterschaft in diesem Jahr den Bierdurst wieder wachsen lässt und dass die Beliebtheit alkoholfreier Biere weiter zunimmt.

Pils ist Favorit

Die Deutschen mögen am liebsten Pils, dessen Marktanteil nach Verbandsangaben bei mehr als 50 Prozent liegt. Weizen und Export liegen jeweils bei 8 Prozent. Starke Zuwächse gibt es bei ungefilterten Keller-, Land- und Zwickelbieren sowie beim Hellen.