Verträge unterzeichnet Landesweites Semesterticket in Niedersachsen kommt

Von Lea Becker

Jetzt ist es amtlich: Ab dem Wintersemester 2018/19 können rund 220.000 Studenten in Niedersachsen und Bremen ein landesweites Semesterticket nutzen, das freie Fahrt in sämtlichen Regionalzügen und S-Bahnen garantiert Foto: Jörn MartensJetzt ist es amtlich: Ab dem Wintersemester 2018/19 können rund 220.000 Studenten in Niedersachsen und Bremen ein landesweites Semesterticket nutzen, das freie Fahrt in sämtlichen Regionalzügen und S-Bahnen garantiert Foto: Jörn Martens

Hannover. Das landesweite Semesterticket für Studenten in Niedersachsen und Bremen ist beschlossene Sache. Am Mittwoch sind in Hannover die Verträge für das neue „Superticket“ unterschrieben worden.

Bereits im Januar hatten sich die 32 Hochschulen für das landesweite Semesterticket ausgesprochen. Nun wurden laut einer Pressemitteilung der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) die Verträge zwischen den Studierendenschaften, den Eisenbahnunternehmen, der niedersächsischen Tarifagentur und der LNVG unterzeichnet. Fast vier Jahre hatten die Verhandlungen gedauert.

(So stimmten die Osnabrücker für das Ticket: 89 Prozent Zustimmung an der Uni)

Das Ergebnis ist nach Angaben von LNVG-Chef Hans-Joachim Menn ein neues Solidarticket mit einem tollen Preis-Leistungsverhältnis. Ab dem Wintersemester 2017/18 haben dann rund 220.000 Studenten freie Fahrt in sämtlichen Regionalzügen und S-Bahnen. Mit dem neuen Ticket geht die Reise teilweise auch über die Landesgrenzen hinaus, zum Beispiel bis nach Lübeck, Magdeburg, Kassel, Münster oder ins niederländische Hengelo. Der Standardpreis beträgt zunächst 129,59 Euro, kann aber an den Hochschulen variieren.

Nächstes Ziel: Busse und Straßenbahnen

„Wir freuen uns sehr, dass der erste Schritt für eine bessere Mobilität der Studierenden gelungen ist und das Streckennetz für die Studierenden künftig deutlich besser zu durchschauen sein wird“, sagte Markus Grebenstein, Vertreter der VerkehrsLandesAstenKonferenz (VLAK), die das Projekt 2014 initiiert hatte. Das nächste Ziel sei, das Semesterticket um die Nutzung der Busse und Straßenbahnen zu erweitern.

Auch Niedersachsens Wirtschafts- und Verkehrsminister Bernd Althusmann lobte laut der Pressemitteilung das Projekt. „Der Schienenpersonennahverkehr und die niedersächsischen Universitäten gewinnen dadurch deutlich an Attraktivität“, so Althusmann. Niedersachsen sei bundesweit nach Nordrhein-Westfalen nun das zweite Flächenland, das seinen Studierenden ein landesweites Semesterticket anbieten kann.