Neuanfang in Niedersachsen AfD-Schiedsgericht setzt Landeschef Paul Hampel ab

Von Klaus Wieschemeyer

Paul Hampel ist gescheitert. Foto: dpaPaul Hampel ist gescheitert. Foto: dpa

Hannover. Die monatelange Führungskrise in Niedersachsens AfD scheint beendet: Das Parteigericht der Bundes-AfD bestätigte die Absetzung von Landeschef Paul Hampel.

Niedersachsens AfD-Parteichef Armin-Paul Hampel ist endgültig abgesetzt. Das Bundesschiedsgericht der Partei lehnte am Mittwoch einen Eilantrag Hampels gegen seine Entmachtung durch die Bundesspitze ab.

Damit folgten die Parteirichter der Auffassung der Bundespartei, die den gesamten Vorstand des Amtes enthoben hatte. Der Bundesvorstand hatte dies mit schwerwiegenden Verstößen „gegen die Grundsätze bzw. die Ordnung der Partei“ begründet.

Anlass war ein Streit zwischen Hampel und verfeindeten Landesvorständen um einen Parteitag im Januar, der am Ende vom Landeschef kurzfristig abgesagt worden war. Dieser Streit war aber nur Höhepunkt monatelanger interner Querelen zwischen Gegnern und Anhängern Hampels.

Mit Stephan Protschka, Kay Gottschalk und Dirk Nockemann setzte die Bundespartei einen Notvorstand ein. Dieser soll möglichst schnell einen Landesparteitag organisieren, bei dem eine neue Landesspitze gewählt werden soll. „Wir streben an, diesen Parteitag noch im ersten Quartal 2018 abzuhalten“, sagte Stephan Protschka unserer Redaktion. Nach Informationen unserer Redaktion peilt die AfD das zweite März-Wochenende an.