Zwischen Lehrte-Ost und Hämelerwald Ein Toter bei Lkw-Karambolage auf A2 bei Lehrte

Von dpa


Lehrte. Bei einem erneuten Lastwagenunfall auf der A2 ist ein Fahrer getötet worden. Wieder krachte es an einem Stauende an einer Baustelle. Der Verkehr zwischen Braunschweig und Hannover staute sich auf zehn Kilometern.

Erneut ist es auf der unfallträchtigen Autobahn 2 zwischen Braunschweig und Hannover zu einer tödlichen Lkw-Karambolage gekommen. Zwischen Lehrte-Ost und Hämelerwald übersah ein 44 Jahre alter Lastwagenfahrer am Montag ein Stauende an einer Baustelle und prallte ungebremst auf einen vor ihm stehenden Sattelzug. Dieser wurde durch die Wucht des Aufpralls auf einen weiteren Lastzug geschoben. Sowohl der 44-Jährige als auch der 30 Jahre alte Fahrer des zweiten Lastzugs wurden in ihren Führerhäusern eingeklemmt. Während der 30-Jährige noch schwer verletzt in eine Klinik gebracht werden konnte, starb der Unfallverursacher noch vor Ort.

Die Autobahn wurde für vier Stunden gesperrt, der Verkehr staute sich auf zehn Kilometern Länge. Den Schaden schätzt die Polizei auf 300.000 Euro. Immer wieder kommt es auf der stark befahrenen Ost-West-Autobahn zu Karambolagen von Lkw, insbesondere weil die Gespanne mit zu wenig Abstand hintereinander herfahren und bei Staus und Verkehrsstockungen nicht mehr rechtzeitig stoppen können. 3516 Unfälle wurden auf dem gesamten niedersächsischen A2-Abschnitt 2016 verzeichnet, die Zahlen für 2017 liegen noch nicht vor. Auf den am stärksten befahrenen Abschnitten sind bis zu 130.000 Fahrzeuge täglich unterwegs, ein Drittel davon Lastwagen.

Vor der Gefahr der schlimmen Lkw-Karambolagen werden die Fahrer unter anderem auch mit Plakaten auf polnisch und russisch gewarnt: Gezeigt wird ein vollkommen zerquetschtes Führerhaus. Im vergangenen Jahr ordnete das Verkehrsministerium in Hannover Tempo 60 für Lastwagen in Großbaustellen sowie umfangreiche Kontrollen des Sicherheitsabstands an.


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