Die Ermittlungen zum Dachstuhlbrand in der Golzwarder Kirche haben zu neuen Erkenntnissen geführt. Die Spuren deuten auf Brandstiftung hin.
Nachdem der Brandort am vergangenen Freitag erstmalig in Augenschein genommen wurde, erfolgte am Montag eine erneute Begehung mit Brandsachverständigen.
Dabei wurden nach Angaben der Polizei Indizien gefunden, die auf eine mögliche Brandstiftung als Brandursache schließen lassen. Genauere Angaben können aus Ermittlungsgründen zurzeit nicht gemacht werden.
In diesem Zusammenhang sucht die Polizei nun nach einem kleinen Jungen, der kurz vor der Entdeckung des Feuers aus der Kirche gekommen und in Richtung Raiffeisenstraße gegangen sein soll. Von Zeugen wird der Junge beschrieben als:
- ca. zehn Jahre alt
- blonde, kurze Haare
- bekleidet mit einem (vermutlich) grünen T-Shirt
- und einer kurzen Hose
Eine Bewertung des entstandenen Schadens ist aufgrund des historischen Wertes sehr schwierig, Experten gehen aber von mindestens 500.000 Euro aus.
Das Versicherungsunternehmen hat für Hinweise, die zur Aufklärung des Brandgeschehens führen, mittlerweile eine Belohnung von 3000 Euro ausgelobt.
Die historische Golzwarder Kirche aus dem 13. Jahrhundert war am Donnerstagnachmittag in Brand geraten. Es entstand hoher Schaden am Dachstuhl. Die Arp-Schnitger-Orgel konnte gerettet werden.
Der Brandort ist am Montag von der Staatsanwaltschaft Oldenburg freigegeben worden. An der beschädigten Kirche können somit ab sofort Arbeiten vorgenommen werden, die weitere Schäden, beispielsweise durch Regenwasser, verhindern.