Dieser Test soll es Dir zeigen IQ-Test für Vierbeiner: Wie intelligent ist Dein Hund?

Von Yannick Kitzinger | 29.12.2021, 10:30 Uhr

Ist Dein Hund ein Genie oder doch nur Durchschnitt? Mit diesem kurzen IQ-Test erfährst Du, wie intelligent Dein Vierbeiner wirklich ist. Machen Sie jetzt den Test.

In diesem Artikel erfährst Du:

  • Wie der IQ von Hunden ermittelt werden kann.
  • Welche Rasse als die schlauste gilt.
  • Wie Du die Intelligenz Deines Hundes testen kannst.

Hast Du Dich jemals gefragt, wie schlau Dein Hund eigentlich ist? Das Ranking des Neuropsychologen Stanley Coren kann Dir bei der Frage vielleicht ein wenig weiterhelfen. Der Forscher von der British Columbia University hat 2008 einen Test entworfen, der den IQ von Vierbeinern ermitteln soll.

Intelligenz hängt stark mit der Hunderasse zusammen

Wie auch bei uns Menschen gibt es bei Hunden laut Coren verschiedene Formen der Intelligenz. Diese lasse sich in drei Arten unterteilen: Die instinktive Intelligenz hängt vor allem von der Rasse des Hundes ab. Wachhunde zum Beispiel wachen über Dinge, Jagdhunde verfolgen, Pointer erschnüffeln Sachen und Begleithunde können besonders gut auf soziale Signale von uns Menschen reagieren.

Die adaptive Intelligenz ist unabhängig von der Rasse. Sie beschreibt, wie viel ein Hund selber lernen kann. Dazu gehört zum Beispiel das Lernen von Erfahrungen mit seiner Umgebung.

Die Arbeits- und Gehorsamsintelligenz kommt dem am nächsten, was wir schulische Lernfähigkeit nennen würden. Sie basiert darauf, was der Hund lernt, wenn er von Menschen Befehle bekommt.

Zu den intelligentesten Hunderassen gehören Corens Untersuchungen zufolge Border Collies, Pudel, Deutsche Schäferhunde und Golden Retriever. Weniger gut in den Test abgeschnitten haben Chow-Chows, Bulldoggen, Basenjis und Afghanische Windhunde. Hier muss allerdings betont werden, dass sich Corens Forschung nur auf die Arbeits- und Gehorsamsintelligenz bezieht. Die instinktive und adaptive Intelligenz hat der Hundeforscher in seinem Ranking außer Acht gelassen.

Doch nicht bei jedem Hundehalter kamen Corens Forschungsergebnisse gut an. Seine Erklärung: "Jeder Mensch hält seinen eigenen Hund für den klügsten." Auf die Kritik antwortete der Forscher schließlich mit einem IQ-Test, mit dem jeder Hundehalter die Intelligenz seines Vierbeiners selber ermitteln kann.

Corens ursprünglicher Hunde-IQ-Test besteht aus einer ganzen Reihe von Übungen. Die folgenden fünf Versuche sind eine der vielen Variationen des Tests. Für den Test brauchst Du nur deinen Hund, eine Stoppuhr, einige Tassen, eine Decke einen alten Umzugskarton oder ein großes Stück Pappe sowie Hundeleckerlis. Es wird empfohlen, nicht alle Übungen am selben Tag zu erledigen, da sich Dein Hund mit den vielen ungewöhnlichen Situationen möglicherweise überfordert fühlt.

1. Die Leckerli-Suche

Zeige Deinem Hund ein Leckerli und lasse ihn daran schnüffeln. Dann versteckst Du das Futter unter einer Tasse oder bedeckst es alternativ mit einem Handtuch. Je nachdem, wie schnell Dein Hund das Futter findet, sammelt er verschiedenviele Punkt.

  • 15 Sekunden:3 Punkte
  • 15 bis 60 Sekunden: 2 Punkte
  • Länger als 60 Sekunden:1 Punkt

2. Der Handtuch-Test

Nimm ein großes Handtuch und lasse Deinen Hund daran schnuppern und sich an den Gegenstand gewöhnen. Anschließend legst Du das Handtuch über den Kopf Deines Vierbeiners und verdeckst auch seine Augen. Diese Aufgabe soll die Problemlösungsfähigkeit Deines Hundes prüfen. Je schneller sich Dein Hund befreit, desto mehr Punkte sammelt er im Test.

  • 15 Sekunden: 3 Punkte
  • 15 bis 30 Sekunden: 2 Punkte
  • Länger als 30 Sekunden:1 Punkt

3. Der Tassen-Test

Stelle zwei oder drei leere Tassen kopfüber nebeneinander. Lege ein Leckerli unter einen der Behälter, während Dein Hund zusieht. Lenke ihn dann für ein paar Sekunden ab, bevor Du ihm erlaubst, nach dem Leckerli zu suchen. Mit diesem Test kannst Du feststellen, wie gut Dein Hund Informationen speichern kann.

  • Dein Hund geht direkt zur richtigen Tasse:3 Punkte
  • Wenn er zuerst einen falschen Becher überprüft:2 Punkte
  • Wenn er unter beiden falschen Tassen nachsieht:1 Punkt

4. Der Greif-Versuch

Platziere ein Leckerli unter einem Möbelstück, das so niedrig ist, dass nur die Pfote Deines Hundes drunter passt. Das Futter muss noch in Reichweite der Pfote sein. Dann soll Dein Hund versuchen, das Leckerli zu holen. Diese Aufgabe testet die Denk- und Problemlösungsfähigkeiten Deines Hundes.

  • Dein Hund bracht weniger als eine Minute braucht, um mit der Pfote nach dem Leckerli zu greifen: 3 Punkte
  • Wenn er versucht, zuerst seinen Kopf in die Lücke zu stecken: 2 Punkte
  • Falls er aufgibt: 1 Punkt

5. Die Karton-Prüfung

Dieser Test erfordert ein wenig Kreativität. Und zwar musst du dafür ein Hindernis aus Pappe oder Ähnlichem bauen und ein etwa 10 mal 10 Zentimeter großes Loch hineinschneiden. Die Barrikade sollte zu hoch sein, um vom Hund übersprungen zu werden. Dafür kannst Du zum Beispiel einen alten Umzugskarton nehmen, ihn aufschneiden und zwischen Bücher klemmen, sodass die Barrikade stehen bleibt. Werfe nun ein Leckerli so hinter die Barrikade, dass Dein Hund durch das Loch beobachten kann, wo es landet. Jetzt ermutigst Du deinen Hund, das Leckerli zu holen.

  • Wenn er weniger als 30 Sekunden braucht, um herauszufinden, dass er um das Hindernis herumlaufen muss:3 Punkte
  • Falls er länger als 30 Sekunden braucht: 2 Punkte
  • Dein Hund versucht zuerst seinen Kopf durch das Loch zu stecken oder wirft die Wand um: 1 Punkt

Das Ergebnis

  • 13-15 Punkte: Gratulation an Deinen Hund – er ist ein echtes Genie.
  • 9-12 Punkte: Dein Hund ist zwar nicht Einstein, aber er ist immer noch ein kluger Keks.
  • 5-8 Punkte: Mal klug, mal vertrottelt – dein Hund ist durchschnittlich begabt.
  • 1-4 Punkte: Dein Hund braucht möglicherweise etwas Hilfe, um Dinge herauszufinden und zu erledigen.