TV-Programm am Dienstag Staat im Wandel: Reportage mit Lanz zeigt Kuba

Von Tobias Sunderdiek

Die Bauern der Sierra Maestra kämpfen mit der Landflucht. Foto: ZDF/Silke GondolfDie Bauern der Sierra Maestra kämpfen mit der Landflucht. Foto: ZDF/Silke Gondolf

Osnabrück. „Sozialismus oder Tod“. Das war einst die Parole Fidel Castros. Dem Leben im heutigen Kuba spürt indes ZDF-Moderator Markus Lanz in einer Reportage nach.

Wer an Kuba denkt, hat sofort gewisse Bilder und Töne im Kopf. Da ist die wunderschöne, aber marode Altstadt Havannas, da sind die Musiker des „Buena Vista Social Club“. Doch wie geht es dem sozialistischen Inselstaat heute, nach dem Tod des „ewigen Revolutionärs“ Fidel Castro vor ein paar Monaten? Talkshowmaster Markus Lanz reiste in ein Land im Umbruch: Das Öffnen der Grenzen für Touristen und das zaghafte Zulassen von marktwirtschaftlichen Reformen bringt neue Devisen ins Land, vergrößert aber auch die Schere zwischen Arm und Reich.

Zur Lage der Kubaner befragte Lanz unter anderem den Schriftsteller Leonardo Padura, einen Priester sowie Tabak- und Kaffeebauern. Das Ergebnis ist eine interessante Reise auf eine Insel, auf der es kurioserweise keinen Fisch als Lebensmittel zu kaufen gibt, wo eine Scheidung vier Dollar kostet, in dem das Internet teuer und zensiert ist und Toilettenpapier Mangelware. Lanz, gebürtiger Südtiroler, fragt dabei meist auf Italienisch, bekommt aber zum größten Teil Antworten auf Spanisch. Doch man versteht sich. Vor allem bietet die Reportage einen atmosphärisch dichten Blick auf ein Land im Wandel, dessen kulturelle Wurzeln aber offenbar stark bleiben.

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