TV-Kritik zum Arte-Programm Krabbelig: Reihe „Insekten à la carte“

Von Marie-Luise Braun

Witchetty-Made auf Melonenscheiben.  Foto: ZDF/© Joshua Evans/Kloos & Co. MedienWitchetty-Made auf Melonenscheiben. Foto: ZDF/© Joshua Evans/Kloos & Co. Medien

Osnabrück. In der Reihe „Insekten à la carte“ begeben sich der kanadische Ernährungsforscher John Evans und der Koch Ben Reade auf eine sehenswerte Spurensuche nach Ernährungstraditionen (ab Montag, 7. August, 17.40 Uhr, Arte).

Die europäische Küche wird immer abwechslungsreicher, dank der vielen Einflüsse aus anderen Ländern und Kontinenten. Ob dazu auch Insekten gehören sollten, wird in Europa kontrovers diskutiert. Sicher ist aber, dass entsprechende Angebote in Küchen und auf Märkten hierzulande immer größer werden. Und auch die Gesetzgebung dazu ändert sich. In der Reihe „Insekten à la carte“ begeben sich der kanadische Ernährungsforscher John Evans und der Koch Ben Reade auf eine sehenswerte Spurensuche nach Ernährungstraditionen. Am Herd zeigen sie, wie diese ins jetzt oder in andere Kulturen transportiert werden können. Entstanden sind fünf Filme, die viel mehr vermitteln, als der Titel der Reihe vermuten lässt, nämlich: kulturelle Zusammenhänge.

Denn die beiden tauchen in jedem Land tief ein in Traditionen, die zum Teil durch kulturelle Einflüsse fast begraben wurden. So heften sich der Koch und der Ökotrophologe in Australien an die Fersen von Aborigines, sich noch mit der ursprünglichen Ernährungsweise der australischen Ureinwohner auskennen – die mit der Besiedlung Australiens durch die Briten fast verloren gegangen ist. Die weiteren Folgen drehen sich von Dienstag bis Freitag um Insekten-Rezepte und Ernährungstradition in Japan, Sardinien, Mexiko und dem Osten Afrikas.

Wertung: Fünf von sechs Sternen

Insekten à la carte: Arte, Montag, 7. August 2017, 17.40 Uhr.


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