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„Norddeutsches Viertel“ in Changde NDR-Reportage zeigt ein Stück Hannover in China

Von Frank Jürgens


Osnabrück. Die interessante NDR-Reportage „Hannover … made in China“ porträtiert vier Unternehmer in ihrem fernen „Norddeutschen Viertel“ in Changde.

Seit zehn Jahren existiert eine Städtefreundschaft zwischen Hannover und der chinesischen Stadt Changde, die 2010 offiziell festgeschrieben wurde. Die Freundschaft geht so weit, dass in der weit entfernten Metropole nun sogar ein Stück Hannover entstanden ist. Auch wenn es zur Eröffnung vor einem halben Jahr neben Bratwurst, Kaffee und Bier auch bayerische Blasmusik gab, soll dieses Stückchen Hannover vor allen Dingen norddeutsche Lebensart vermitteln.

Filmautor Marco Heuer porträtiert vier deutsche Unternehmer in ihrem rund 8500 Kilometer entfernten „Norddeutschen Viertel“, die mit Mut und Engagement versuchen, ihre ehrgeizigen Pläne in die Tat umzusetzen. Diese über einen Zeitraum von sechs Monaten entstandene Momentaufnahme vermittelt einen ausschnitthaften Blick auf das von Tradition und Moderne geprägte Leben im heutigen . Der gelingt vor allem über den Kontrast zwischen den westlich geprägten Protagonisten und der Lebenswirklichkeit in ihrem fernöstlichen Hannover-Nachbau, wo die Norddeutschen wortwörtlich Neuland betreten. Auch wenn Heuer in seiner Reportage zu wenig hinterfragt und kaum in die Tiefe geht, entsteht doch ein interessanter Blickwinkel auf eine uns zumeist fremde Wirklichkeit.

Wertung: 4 von 6 Sternen.