Global Gladiators: Larissa ist raus Global Gladiators: Pocher pinkelt, Pietro heuchelt

Von Daniel Benedict


Berlin. Global Gladiators: Nach der Langeweile der ersten Ausgabe steigert Pro Sieben das Programm. In der zweiten Woche sind Oliver Pocher, Pietro Lombardi und Mario Galla langweilig UND unappetitlich. Und wer ist raus? Larissa.

Mit den „Global Gladiators“ geht‘s bergab: In der zweiten Episode schnuppern Pocher und Larissa Marolt am Mannschaftsklo.

Pocher pinkelt, Ulf Kirsten kackt: Global Gladiators auf dem Klo

Drei Stunden Langeweile und ein künstlicher Konflikt: Die erste Ausgabe von „Global Gladiators“ war steigerungsfähig. Jetzt legt Pro Sieben nach. Die Kandidaten müssen zweieinhalb Liter Wasser trinken und dann mit voller Blase auf einem Muli sitzen. Schon beim Schlucken steigt die Stimmung. Erst rülpst Pietro, dann das versammelte Team. Pietro setzt einen drauf und erbricht sein zweites Glas unter allgemeinen Gelächter zwischen seine Füße. Dann zieht das Tempo an: Pocher droht, sich und sein Muli einzunässen. Raúl Richter und Mario Galla rasen nach einer Stunde heroischen Harndrangs in die Büsche. Dann begleitet die Kamera die ganze Bande aufs Miniklo. Bei Ulf Kirsten läuft die Uhr mit: 16 Minuten und 29 Sekunden dauert sein Stuhlgang. Eine Leistung, für die alle nur bewundernde Worte finden. Raúl beschwört eine beachtliche „Geruchsentwicklung“, die Mario schlicht „krass“ findet, und Larissa würdigt Kirstens Verdauung mit einem„Boaah!“. Pocher erhebt das Ergebnis sogar zum Parfum-Label: „Das ist ein Original UK 9.“ Au weia. Wer „Global Gladiators“ lustig findet, wird morgens bei der Gassi-Runde auch mit großen Vergnügen den Straßenhunden zusehen, die einander am Hintern rumschnüffeln. (Global Gladiators: Kriegt Pietro Lombardi wirklich die Rekordgage von 290.000 Euro?)

Fake-Konflikt bei „Global Gladiators“

500 Liter Wasser stehen im Truck für die Morgenhygiene der acht Gladiators bereit. Lilly Becker duscht als Erste. Wie lange braucht sie wohl, um das gesamte Wasser im Alleingang durchlaufen zu lassen? Pro Sieben stoppt wieder mit: 14 Minuten und 38 Sekunden dauert der Exzess. Als Lilly sauber und der Container auf dem Trockenen ist, filmt Pro Sieben den Zorn der ungeduschten Kollegen, der genauso auswendig gelernt wirkt, wie die ganze Verschwendungsaktion. Diesen Konflikt könnte man nicht mal glauben, wenn man statt zweieinhalb Liter Wasser die gleiche Menge Wodka trinkt. (Global Gladiators: Hier geht‘s zum Livestream)

Global Gladiator meets Super Nanny: Ist Lilly eine schlechte Mutter?

Eins muss man Lilly Becker lassen: Sie liefert. Im Container erzählt sie von den acht Nannys, die sie schon verschlissen hat, nur um neben ihrem Einzelkind wenigstens ein bisschen Freiraum für sich zu haben – als Ehefrau und Erwerbstätige, beim Essen mit ihrem Gatten und auf Charity-Galas, im Urlaub. Raúl Richter und Oliver Pocher verbünden sich und stellen Lilly als miese Mutter hin; und die redet sich um Kopf und Kragen, indem sie nun auch noch ihre Putzfrau erwähnt. Ohne würde die nämlich würde Lilly die Last ihrer acht superschmutzigen Schlafzimmern nicht ertragen. Recht hat sie. Acht Schlafzimmer, eins auch noch mit Kind! Das ist ja menschenverachtend.

(Bachelorette 2017: Nicht die, bitte! Jessica Paszka ist die neue Bachelorette)

Pietro Lombardi verlangt: Haltet mein Privatleben aus der Öffentlichkeit!

Auch Pietro Lombardi findet nicht richtig, dass Lilly Becker ihren Sohn nicht selbst erzieht. Eltern sollen für ihre Kinder da sein. Sowieso ist Pietro unzufrieden. Dass seine Trennung von Sarah Lombardi wochenlang Schlagzeilen gemacht hat, findet er unangemessen. Anderswo auf der Welt sterben Menschen; da hat ein Ehebruch doch einfach nichts auf der Seite 1 der „Bild“ zu suchen! Pietro wirkt weise und geläutert. Hätte er sein Wissen von heute schon damals gehabt, TV-Höhepunkte wie „Sarah & Pietro … bauen ein Haus“, „Sarah und Pietro … bekommen ihr Baby“ und „Sarah & Pietro mit dem Wohnmobil durch Italien“ wären sicher nie entstanden. Das Trennungsspecial „Sarah & Pietro – Die ganze Wahrheit“ natürlich auch nicht. Einerseits. Andererseits: Ohne seinen gnadenlosen Exhibitionismus würde Pietro jetzt niemand fürs Rülpsen in Afrika bezahlen. Und sein Sohn könnte später nicht stolz erzählen, schon als Kleinkind zum Gegenstand ironischer Motto-Shirts geworden zu sein: „Hauptsache, Alessio geht‘s gut.“

Global Gladiators: Wer fliegt raus?

„Es war eine Supererfahrung“, sagt Larissa Marolt, nachdem sie als Mitglied des Verliererteams als Erste aus der Sendung gewählt wird. „Die beste Erfahrung in meinem Leben.“ Und das will was heißen – nach zwei Topmodel-Staffeln, „Let‘s Dance“, Dschungelcamp, „Schlag den Star“, „Promi Shopping Queen“ und „Die große Chance der Chöre“. (Was immer das für eine Show gewesen sein mag.) Larissa Marolt verlässt den Pro-Sieben-Trash gedemütigt, aber nicht ohne Zuversicht. „Wenn ich eines im Leben gelernt haben, dann das: Es geht immer weiter.“ Im Fall von Larissa wird niemand daran zweifeln.

Wie war die Quote beim Auftakt von „Global Gladiators“?

1,31 Millionen Zuschauer hatte die erste Folge von „Global Gladiators“, laut „quotenmeter.de“. Beim Gesamtpublikum reichte das nicht für die Top 30. In der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen lag der Marktanteil der Pro-Sieben-Show allerdings bei 9,9 Prozent. Zum Vergleich: Das Finale von „Germany‘s Next Topmodel“ erreichte eine Woche zuvor einen werberelevanten Marktanteil von 17,1 Prozent; die eigentliche Staffel, von der die Action-Show nun den Sendeplatz übernimmt, hatte sogar einen noch besseren Schnitt. Reichen die Werte für eine zweite Staffel der „Global Gladiators“? Ein Pro-Sieben-Sprecher hatte die Erwartungen im Vorfeld so beschrieben: „Wir machen es wie immer: Wir freuen uns erstmal auf die erste Staffel und werden im Anschluss entscheiden, wie es mit ‚Global Gladiators‘ weiter geht.“ (Global Gladiators: Wer ist der Moderator Maurice Gajda?)

Team Blau gegen Team Rot: Die Kandidaten von „Global Gladiator“

In einem umgebauten Fracht-Container reisen acht Promis durch Namibia. Im Container herrscht der soziale Druck des Miteinanders auf engstem Raum; draußen warten Mutproben wie der Sprung aus einem Helikopter. Diese Kandidaten treten gegeneinander an:

Team Blau:

    Pro Sieben zeigt sechs Folgen immer donnerstags um 20.15 Uhr.


„Global Gladiators“ ist ein neues Pro-Sieben-Format, das Elemente aus Gameshow und Container-Unterhaltung kombiniert. Acht prominente Kandidaten – Raúl Richter, Larissa Marolt, Lilly Becker, Ulf Kirsten, Nadine Angerer, Pietro Lombardi, Mario Galla und Oliver Pocher – reisen als „Global Gladiators“ quer durch Namibia und stellen sich spektakulären Herausforderungen. Beim „Spider-Man Boule“ schwingen sie sich in 65 Metern Höhe durch den Fish River Canyon; beim „Heli-Darts“ stürzen sie als menschliche Dart-Pfeile aus dem Hubschrauber. Die eigentliche Nervenprobe der sechs vorab aufgezeichneten Episoden dürfte aber das gemeinsame Miteinander sein: Denn die acht Teilnehmer reisen und leben während der fünfwöchigen Dreharbeiten in einem zum Wohnwagen umgebauten Fracht-Container. Unter ständiger Kamera-Überwachung müssen die Global Gladiators es auf einer Fläche von 24 Quadratkilometern miteinander aushalten. Produziert wurde die Pro-Sieben-Show von der Münchner Firma FischWillWurm, die schon für die Pro-Sieben-Formate „My Idiot Friend“ und „Mission Wahnsinn“ verantwortlich zeichnete.