U18 - Fernsehen für uns Achtung bissig! Vampire Diaries ist eine schön-blutige Serie

Worum geht es in „Vampire Diaries“? Eins ist klar: Knoblauch und Kreuze helfen nicht gegen die Vampire der Neuzeit. Foto: WarnerWorum geht es in „Vampire Diaries“? Eins ist klar: Knoblauch und Kreuze helfen nicht gegen die Vampire der Neuzeit. Foto: Warner

Osnabrück. In „Vampire Diaries“ kämpfen zwei Brüder um das Herz eines Mädchens. Spannend sind nicht nur die Irrungen und Wirrungen in Liebesdingen. Erschwerend hinzu kommt, dass die beiden Herren Vampire sind und die beschauliche Kleinstadt des Mädchens fortan von Wesen aus der Unterwelt heimgesucht wird.

Zwei Brüder kämpfen um ein Mädchen. Es geht um Liebe, Eifersucht und Intrigen. Allein diese Geschichte könnte manchen Serienmacher schon genug Stoff für acht Staffeln bieten. Doch wenn es sich bei den beiden Herren um Vampire handelt und eine ganze Stadt von blutrünstigen Wesen heimgesucht wird, dann befinden wir uns im amerikanischen Kleinstädtchen Mystic Falls. Und ja, der Name ist Programm.

Schülerin liebt Vampir

„Vampire Diaries“ nennt sich die Serie, die im September 2009 auf dem amerikanischen Sender „The CW“ startet und vier Monate später auf „Prosieben“ über die deutschen Bildschirme läuft. Im Fokus der Serie steht die junge Elena Gilbert (Nina Dobrev), deren Eltern bei einem Autounfall ums Leben gekommen sind. Als ob das nicht schon schlimm genug wäre, trifft sie nach den Sommerferien an ihrer High School auf einen neuen Schüler. Stefan Salvatore (Paul Wesley) hat ein charmantes Lächeln, ist von muskulöser Statur und wird von einer geheimnisvollen Aura umgeben. So weit so erwartbar für eine High-School-Romanze.

Bücher zu Vampire Diaries entstanden in den 90ern

Doch Stefan ist nicht so jung, wie er aussieht. Das Licht der Welt erblickte er Ende des 19. Jahrhunderts. Wie das anatomisch funktioniert? Stefan ist ein Vampir. Der Liebe zwischen ihm und Elena steht das nicht im Weg, die beiden werden ein Paar. Wer sich nun an die Twighlight-Saga von Stephenie Meyer erinnert fühlt, dem sei gesagt: Die Idee zu „Vampire Diaries“ wurde weit vor der Kino-Romanze zwischen Bella und Edward erfunden. Tatsächlich wurde die Serie nach den Romanen der amerikanische Autorin L. J. Smith kreiert, die bereits 1991 eine Trilogie zu den Vampir-Tagebüchern schrieb. Vier weitere Bücher folgten bis zum Ende der 90er Jahre.

Damon Salvator sorgt für Chaos

Knoblauch und Kreuze helfen übrigens nicht gegen die Vampire der Neuzeit. Auch sonst ist Stefan Salvatore eine herrlich liberale Version seiner Spezies. Die Hälse junger Damen interessieren ihn nicht, er hat sich auf Tierblut getrimmt, um unter den Menschen friedlich existieren zu können. Ganz anders geht sein älterer Bruder Damon (Ian Somerhalder) die Nahrungsaufnahme an. Er folgt seinem Bruder in die beschauliche Kleinstadt, manipuliert seine Opfer und richtet Chaos an. So blutig, so schön.

Brüder buhlen um Elena

Während sie ihre Mahlzeiten unterschiedlich aufnehmen, vereint Stefan und Damon ihr Frauengeschmack. Auch der ältere Vampir findet an Elena Gefallen, zumal sie einer alten Geliebten aus der Vergangenheit ähnelt. Katherine, ebenfalls ein Vampir, heißt die Verflossene, die außer ihres Aussehens wenig mit Elena teilt und die Szenerie wenig später erweitert. Fortan buhlen die beiden Brüder um Elenas Aufmerksamkeit, was den bösen Bruder Damon von Folge zu Folge mehr erkennen lässt, dass sich mit Chaos und Selbstsucht nicht das Herz eines Homo Sapiens gewinnen lässt.

Gefahren aus der Unterwelt in Mystic Falls

Als würden Herzschmerz und Eifersüchteleien nicht ausreichen, müssen sich Elena, ihre Freunde und die Brüder immer wieder neuen Gefahren aus der Unterwelt stellen. Denn nicht nur Vampire, sondern auch Werwölfe und Hexen suchen den kleinen Ort heim.

Vampire Diaries mit acht Staffeln

Über acht Staffeln zieht sich die Suche nach der großen Liebe und die Hoffnung auf ein Happy End für die Kleinstadt und Elenas Freunde. Mit „Vampire Diaries“ folgte „The CW“ dem Vampir-Trend, der in den 2000ern Bücher, Serien und Filme prägte. Der moderne Serien-Vampir sieht gut aus, sucht die Nähe zu Menschen und möchte am Ende lieber deren Spezies als seine eigene retten.

Der Vampir-Trend ist vorbei

Eine ehrenhafte, romantische Vorstellung, die nach vielen Jahren immer weniger funktioniert. Schuld daran sind nicht die Serienstränge von „Vampire Diaries“. Schnell, spannend und verzwickt sind die Geschichten erzählt. Freunde von Herzschmerz und Action kommen auf ihre Kosten. Doch der Vampir-Trend ist vorbei. Und so endete auch „Vampire Diaries“ in diesem Jahr. Bereits im März strahlte das amerikanische Fernsehen die finale achte Staffel aus. Der Spartensender „sixxx“ folgte im März mit dem Abgesang. Aktuell sagen hier Elena und ihre Vampire auf Wiedersehen.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN