Mittwoch, 24. Mai, ab 21.15 Uhr Ohne Kitsch und Pathos: Serie „This Is Us“ auf Prosieben

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Kate (Chrissy Metz) und Zwillingsbruder Kevin (Justin Hartley) geben sich gegenseitig Halt. Foto: ProSieben/Twentieth Century Fox Film CorporationKate (Chrissy Metz) und Zwillingsbruder Kevin (Justin Hartley) geben sich gegenseitig Halt. Foto: ProSieben/Twentieth Century Fox Film Corporation

Osnabrück. Ein Familiendrama mit einem Hauch Kitsch und einer Prise Comedy: Die in den USA hochgelobte Serie „This Is Us – Das ist Leben“ startet am heutigen Mittwochabend, 24. Mai 2017, ab 21.15 Uhr auf Prosieben. Die Serie fasziniert durch ihre Dialoge, Schauspieler, überraschenden Wendungen und der Frage nach dem Sinn des Lebens.

Der Wunsch nach einer Drama-Serie ohne Pathos scheint bei den Zuschauern groß zu sein: In den USA holte die erste Staffel der Serie „This Is Us“ starke Quoten. Zwischen neun und elf Millionen Zuschauer sahen die 17 Folgen im Schnitt, wie das Marktforschungsunternehmen Nielsen bekannt gab. Die 18. und finale Episode schalteten über 12,8 Millionen Zuschauer auf dem Sender NBC ein. Damit wurde „This Is Us“ der erfolgreichste Serienneustart im US-amerikanischen Fernsehen in der TV-Saison 2016/2017.

Vier Personen, vier Geburtstage: Worum geht es?

Inhaltlich geht „This Is Us“ altbekannte Wege: Das Leben von vier Personen steht im Mittelpunkt, alle haben am gleichen Tag Geburtstag. An Jacks (Milo Ventimiglia) 36. Geburtstag platzt die Fruchtblase seiner Frau Rebecca (Mandy Moore), ihre Drillinge wollen sechs Wochen vor dem Geburtstermin das Licht der Welt erblicken.

Auch Kevins (Justin Hartley) 36. Geburtstag wird dramatisch: Der Schauspieler einer erfolgreichen Sitcom fühlt sich unterfordert und blamiert. Nachdem er bei Dreharbeiten erneut auf seinen durchtrainierten Körper reduziert wird, bekommt er einen Nervenzusammenbruch und schmeißt den Job hin.

Seine Zwillingsschwester Kate (Chrissy Metz) soll ihn trösten, sie ist aber mit einem anderen Problem beschäftigt: ihrem Übergewicht. Ob ihre erste Verabredung mit Toby trotzdem gut verläuft?

Jack (Milo Ventimiglia) und Rebecca (Mandy Moore) erwarten Drillinge. Foto: ProSieben/Twentieth Century Fox Film Corporation

Geschäftsmann Randall (Sterling K. Brown) hadert zwar nicht grundsätzlich mit seinem Leben, er ist glücklich verheiratet und hat zwei Töchter. Aber an seinem 36. Geburtstag macht er seinen leiblichen Vater ausfindig. Warum hat er Randall als Baby vor einer Feuerwache abgelegt und im Stich gelassen? Wie diese vier Lebenswege zusammenpassen, wird bereits am Ende der ersten Episode auf überraschende Weise aufgeklärt. Und damit fängt das Drama erst richtig an.

Wer spielt in „This Is Us“ mit?

„This Is Us“ wurde bei den diesjährigen Golden Globes dreimal nominiert, und die Hauptdarsteller sind schnell zu Stars geworden. Chrissy Metz ist ein Vorbild für alle Frauen, die mit Übergewicht zu kämpfen haben. Milo Ventimiglia startet nach seiner Rolle als Jess in „Gilmore Girls“ mit „This Is Us“ seine zweite Serienkarriere. Justin Hartley feiert seinen Durchbruch im amerikanischen Fernsehen als Kevin, nachdem er vier Jahre bei der Seifenoper „Schatten der Leidenschaft“ mitgewirkt hatte.

Sterling K. Brown setzt seine erfolgreiche Karriere mit „This Is Us“ fort, er gewann 2016 einen Emmy für den besten Nebendarsteller in „American Crime Story“. Ideengeber der Serie ist Dan Fogelman. Der Autor und Produzent kennt sich mit heiterem und gleichzeitig tiefgründigem Stoff aus: Aus seiner Feder stammen unter anderem der Film „Crazy, Stupid, Love“ sowie die animierten Filme „Cars“ und „Rapunzel – Neu verföhnt“.

Drama und Authentizität: Was macht „This Is Us“ besonders?

Was die Serie so besonders macht, sind die bestens miteinander harmonierenden Schauspieler, die geschliffenen und pointierten Dialoge, und zu den Charakteren findet man als Zuschauer schnell Zugang. Jeder der vier Protagonisten ist an einem Punkt im Leben angekommen, an dem sie sich fragen, wo das Leben mit ihnen hin will. Irgendwie sind sie erwachsen, aber noch lange nicht am Ende ihrer Träume.

„This Is Us“ spielt mit den üblichen dramatischen Szenen, wie man sie aus Serien wie „Grey‘s Anatomy“ kennt: Der Spannungsbogen der Drillingsgeburt wird in der ersten Folge geschickt aufgebaut, der Zuschauer fiebert mit und dabei beschleicht ihn das Gefühl, dass es nicht gut enden kann.

Was die Serie von anderen Dramen wie „Grey‘s Anatomy“, „The Good Wife“ oder „Chicago Fire“ wohltuend abhebt, sind die Charaktere und deren Normalität. Keine Ärzte, die zu Göttern in Weiß werden, keine Anwälte, die vor Gericht brillieren, aber im Privatleben versagen, und keine Feuerwehrmänner oder Polizisten, die zu Superhelden werden. In „This Is Us“ spielen die Menschen von nebenan die Hauptrolle.

Spannende Wendungen

Ihre Geschichten sind zwar alles andere als alltäglich, aber die Charaktere wirken authentisch in ihrem Handeln. Das Hadern mit dem Körper, mit der Karriere, mit der Vergangenheit: Randall, Kate und Kevin stehen genauso hilflos vor ihren Problemen wie alle anderen auch. Während Kate und Kevin sich gegenseitig helfen, werden die Handlungsstränge von Jack und Randall parallel gezeigt. Dadurch wird die Serie abwechslungsreich. Und an spannenden Wendungen mangelt es auch nicht. „This Is Us“ schafft es, zu berühren, ohne allzu kitschig zu werden, und zu unterhalten, ohne in eine überdrehte Seifenoper abzurutschen.

„This Is Us“, ab Mittwoch, 24. Mai 2017, um 21.15 Uhr auf Prosieben


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