TV-Kritik zum Tele5-Programm Albtraum Bahn: Last Passenger – Zug ins Ungewisse

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Osnabrück  Die britische Independent-Produktion „Last Passenger – Zug ins Ungewisse“ (Tele5, heute 20.15) steigert sich vom Kammerspiel zum klaustrophobischen Thriller.

Verspätungen? Falsche Wagenreihung? Toiletten defekt? Alles Kinkerlitzchen im Vergleich dazu, was Witwer Lewis (Dougray Scott) mit seinem Sohn Max und einer Handvoll Mitreisender auf der Rückfahrt von London droht. Während Lewis noch arglos mit seiner Sitznachbarin zu flirten beginnt, geschehen seltsame Dinge. Den unvorhergesehenen Zwischenhalt auf freier Strecke kennt ja noch jeder Zugreisende. Aber wieso sind plötzlich nur noch sechs Personen an Bord? Wo ist der Schaffner? Und wieso rast der Zug plötzlich ohne Halt an sämtlichen Haltestellen vorbei? Für die Reisenden beginnt ein böses Spiel gegen die Zeit.

Mit der britischen Independent-Produktion „Last Passenger – Zug ins Ungewisse“ hat Tele5 eine kleine Thriller-Perle aufgetan, die ihre Spannung mit ganz klassischen dramaturgischen Mitteln erzielt. Regisseur Omid Nooshin steuert die kammerspielartige Atmosphäre unaufhörlich in Richtung Klaustrophobie. Aus der Enge eines fahrenden Zuges gibt es schließlich kein Entkommen. Für wirkungsvoll platzierte Action-Sequenzen ist natürlich trotzdem Platz. Auch wenn die ganz große Überraschung zum Finale letztendlich ausbleibt, überzeugt Nooshins gut besetztes und gespieltes Langfilm-Debüt auf ganzer Strecke.

Wertung: 5 von 6 Sternen.


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