TV-Programm am Dienstag Ungewöhnlicher Krimi: „Goster“

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Hannelore Klost (Julia Riedler, links), Goster (Bruno Cathomas) und Liz Hand (Lise Risom Olsen).

            
Foto: HR/Katrin DenkewitzHannelore Klost (Julia Riedler, links), Goster (Bruno Cathomas) und Liz Hand (Lise Risom Olsen). Foto: HR/Katrin Denkewitz

Osnabrück. Nicht nur der Fall ist ungewöhnlich: Mit „Goster“ beweist Regisseur Didi Danquart, dass auch Experimente im scheinbar abgegrasten Krimigenre möglich sind.

Können Waffen von alleine morden? Warum liegt ein nackter Mann mit einer Geranie hinter dem Ohr vor einem Mietshaus? Warum treffen sich Paare, um in fremden Wohnungen Sex miteinander zu haben? Das sind nur einige Fragen, die der Frankfurter Kommissar Goster mit seiner Kollegin Hannelore Klost lösen muss. Wobei ein erschwerendes Moment hinzukommt: Goster leidet an „retrograder Amnesie“, kann sich an bestimmte Tathergänge nicht erinnern. Klingt absurd? Bizarr? Ja, das ist der hier präsentierte Kriminalfall in der Tat.

Was auch das Formale angeht: Ob Bilder im Bild, eingeblendete Comic-Zeichnungen oder geteilte Leinwände – Regisseur Didi Danquart hat mit „Goster“ einen Thriller gedreht, der auch stilistisch herausragen will aus der täglichen TV-Krimiflut. Mit Erfolg. Selbst wenn die ungewöhnlich gestalteten Momente mit Film-Noir -Attitüde manchmal etwas zu sehr ausgestellt werden, und das Hauptdarstellerduo Bruno Cathomas und Julia Riedler zwar an klassische Hollywood-Screwball-Comedy-Paare erinnern soll, aber dann beide doch eher spröde wirken – Lob für den Mut, einmal etwas anderes zu wagen, gebührt diesem Fernsehspiel schon. Ein ungewöhnlicher, oft sogar philosphischer Film.

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