Hier irrt Llambi Let‘s Dance 2017: Michael Hulls Kandidaten-Check

Michael Hull hat die ersten Staffeln von „Let’s Dance“ als Juror begleitet und wird auch 2017 die Kandidaten exklusiv für noz.de bewerten. Foto: RTL, Stefan GregorowiusMichael Hull hat die ersten Staffeln von „Let’s Dance“ als Juror begleitet und wird auch 2017 die Kandidaten exklusiv für noz.de bewerten. Foto: RTL, Stefan Gregorowius

Berlin. Let‘s Dance 2017: Haben Jury und Zuschauer die richtigen Tanzpaare weitergewinkt und nach Hause geschickt? Der Osnabrücker Ex-Juror und Tanz-Weltmeister Michael Hull ordnet die vierte Liveshow von „Let‘s Dance“ im Schnell-Check ein.

„Let’s Dance 2017“: Die Jubiläumsstaffel der RTL-Show hat begonnen. Welches Tanzpaar hat sich in der vierten Liveshow am besten geschlagen? Michael Hull, Tanzweltmeister aus Osnabrück und Juror der ersten beiden Staffeln, ordnet die verbliebenen Kandidaten von „Let’s Dance 2017“ ein. (Isabell Edvardsson verkündet vor Millionen Fans ihre Schwangerschaft: Alles über den emotionalsten Moment von „Let‘s Dance 2017“ lesen Sie hier.)

Anni Friesinger-Postma und Erich Klann

Letzte Woche waren die beiden Wackelkandidaten – und haben Bastiaan Ragas trotz deutlich schwächerer Jury-Wertung trotzdem aus dem Rennen geschlagen. In dieser Woche tanzt sie nun viel freier, als erwartet. Letzte Woche war der Cha Cha schon knapp rhythmisch dargestellt, aber heute beim Paso Doble, könnte das Paar eine neue Dimension darstellen. Es wird im Vergleich zu den anderen Paaren allerdings schwieriger für Anni Friesinger. Kann sie aggressiv sein und ihrem Tanz die gewisse Würze geben? Beweglich in den langsamen Passagen ist sie schon, aber in den schnellen rhythmischen Abläufen tut sie sich sichtbar schwer.

(Die „Let‘s Dance“-Paare 2017: Alles über Anni Friesinger-Postma und Erich Klann)

Angelina Kirsch und Massimo Sinató

Inhaltlich war Angelinas Rumba in der letzten Woche sehr emotional dargestellt. Jetzt hat Massimo nochmal richtig zugelegt. Ihr Jive war so was von lebendig! Angelinas Persönlichkeit kam bei diesem Tanz sehr stark hervor. Echt cool. (Die „Let’s Dance“-Paare 2017: Alles über Angelina Kirsch und Massimo Sinató)

Giovanni Zarrella und Christina Luft

Giovanni wird eindeutig immer besser. Mir gefällt seine Art, das Tanzen widerspiegelt, und zwar ausdrücklich das Paartanzen. Der Jive war authentisch, und man schaut ihm gerne dabei zu. Auch mit kleinen Bewegungen und Kicks sieht es immer noch bei ihm sehr gut aus! (Die „Let’s Dance“-Paare 2017: Alles über Giovanni Zarrella und Christina Luft)

Vanessa Mai und Christian Polanc

Der ausdrucksvolle langsame Walzer von letzter Woche hinterließ viele freigewordene Emotionen. Man durfte also gespannt sein, was Vanessa Mai und Christian Polanc noch kommen sollte – zumal bei einem Contemporary! Und es war wieder eine klasse Arbeit. Wo endet das? Man ist gespannt, wie hoch Christian Vanessa Level noch hochschraubt. (Die „Let’s Dance“-Paare 2017: Alles über Vanessa Mai und Christian Polanc)

Cheyenne Pahde und Andrzej Cibis

Cheyennes Quickstep war in der letzten Woche schlimmer als der Vortrag von Robert und Susi. Diesmal tanzt sie einen Contemporary. Das Thema: Stay. Klassisch war es sehr schön ausgeführt, aber die Grenzen hat sie nicht überzogen – wobei gerade das bei diesem Tanz gefragt ist. Ihre schauspielerische Ausbildung kam hier kaum zur Geltung. Trotzdem war es gut, wenn man bedenkt, wie wenig Zeit Cheyenne Pahde und Andrzej Cibis hatten, um das entstehen zu lassen. (Die „Let’s Dance“-Paare 2017: Alles über Cheyenne Pahde und Andrzej Cibis)

Ann-Kathrin Brömmel und Sergiu Luca

Im Tango der letzten Sendung führten Ann-Kathrin Brömmel und Sergiu Luca uns wieder mal vor, dass seine Strenge wirklich gute Resultate hervorbringt und sie bereitwillig darauf eingeht. In ihrer Rumba traute Ann-Kathrin sich allerdings trotz schön dargestellter Technik noch nicht aus sich heraus. Die Choreografie und das Lied waren sehr schön – aber ohne Inhalt, ohne Emotionen wirkt es dann nicht. Leider ein Tanz mit angezogene Handbremse. (Die „Let’s Dance“-Paare 2017: Alles über Ann-Kathrin Brömmel und Sergiu Luca)

Faisal Kawusi und Oana Nechiti

Schon in der letzten Woche schufen Faisal Kawusi und Oana Nechiti in der Rumba eine grandiose Atmosphäre. In aktuellen Tanz, der Samba, herrschen ganz andere Bewegungsformen und Inhalte, sowie Shimmys und Bounces. Da Faisal sehr beweglich ist und gut darstellen kann, nimmt man ihm auch das sehr wohl ab. Ungewöhnliche Rhythmen hemmen ihn nicht, sondern fordern ihn. (Die „Let’s Dance“-Paare 2017: Alles über Faisal Kawusi und Oana Nechiti)

Maximilian Arland und Isabel Edvardsson

Im Vergleich zur Entwicklung der anderen Paare, bleibt Maximilian stark zurück. In seinem Tanz war nicht mehr viel Veränderung zur Kunst frei gesetzt. Die Rumba war in der eigentlichen Bewegung von Maximilian sehr zurückhaltend! Ich hätte damit gerechnet, dass er diesmal den Weg frei machen muss. An seiner Stelle geht nun nur Isabel Edvardsson, die ein Kind erwartet! Maxi trainiert mit Sarah weiter. (Die „Let’s Dance“-Paare 2017: Alles über Maximilian Arland und Isabel Edvardsson)

Susi Kentikian und Robert Beitsch

In der letzten Wochen hatten Susi Kentikian und Robert Beitsch einen bemerkenswerten Quickstep gezeigt.Heute ist die Samba dran: Die Shimmys und der kontinuierlichen Bounce, der für die Samba typisch ist, fällt Susi beim Training nicht unbedingt leicht, aber ihr Ehrgeiz zeigte uns, wie belastbar sie sein kann. Resultat: Susis Samba war feurig und voller dynamischer Bewegungen. Und deutlich anders in der Bewegung als in der vorherigen Woche. Leider spürt man beim Jury-Votum, wie Jorge González und Joachim Llambi sich gegenseitig das Wort nehmen möchten. (Die „Let’s Dance“-Paare 2017: Alles über Susi Kentikian und Robert Beitsch)

Heinrich Popow und Kathrin Menzinger

Heinrich Popows Contemporary aus der letzten Woche ist mir noch im Kopf, auch wie bewegend er war, trotz der Prothese. Heinrichs Salsa war im Vergleich dazu nicht so spannend dargestellt. (Die „Let’s Dance“-Paare 2017: Alles über Heinrich Popow und Kathrin Menzinger)

Gil Ofarim und Ekaterina Leonova

Herzlichen Glückwunsch an Gil Ofarim und Ekaterina Leonova für ihren innigen Tango Argentino. Eine große Leistung! Es gibt jetzt wahrlich zwei Paare, die die Spitze wohl bald unter sich ausmachen müssen. (Wieso fällt „Let‘s Dance 2017“ am Karfreitag aus?)

Nun noch ein paar Worte zu Gil Ofarims Contemporary der letzten Woche – an den ich einige generelle Überlegungen zum Tanz anknüpfen möchte: Als Choreograf muss man schon wissen, in welchem Tanz man am meisten ausdrücken kann. Gerade wenn man einen guten, beweglichen Partner hat, ist eine Geschichte leichter mit Ideen und Inhalten umzusetzen. Das hilft auch mit dem eigentlichen Vorhaben, insgesamt erfolgreicher zu werden. Was macht den Inhalt eines Tanzes aus? Frau Martha Graham (1894-1991) war eine der Pionierinnen des American Modern Dance, und sie war eine sehr ausdrucksvolle Choreografin. Ihre Arbeit beschäftigte sich auch mit der Psyche, mit dem menschlichen Gehirn, mit Bildung und Geist. Sie war der Zeit weit voraus, das heißt, sie machte in ihren Choreografien die innersten Geheimnissen eines Menschen sichtbar. Zum Beispiel: Tänzer nutzen ihre körperlichen Möglichkeiten als Instrument. Körpersprache wird verdeutlicht, und in einigen Bewegungen ist die Übertreibung eine Verdeutlichung des innersten intrinsischen und extrinsischen Empfindens. Eine Reihe von Emotionen spielen dann eine entscheidende Rolle, die in der Bewegung eines Tanzes eine Hauptrolle spielen. (Let’s Dance 2017: Llambi nimmt keine Rücksicht auf Popows Prothese – gut so?)

Viele Choreografen – auch diejenigen, die rebellisch gegen die neue Version angekämpft haben – ignorierten diese neue Bewegungswelle Martha Grahams. Sie verharrten dann in ihrem eigenen, eintönigen Bewegungsabläufen, wobei es heutzutage schon wichtig ist, beide Seiten kennenzulernen und von den verschiedenen Ansätzen viel für sich lernen. Entweder abstrakte oder mit Emotion gefüllte Abläufe. Nach einiger Zeit des Experimentierens findet man seinen entscheidenden Weg, Passion, Kreativität, Stärken, Flexibilität und Bewegung zu einem selbst und auch zum Verständnis des Partners. (Die „Let’s Dance“-Paare 2017: Alles über Gil Ofarim und Ekaterina Leonova)

Und wie war der Gruppentanz „Boys vs. Girls“?

Die Girls haben den „Big Spender“ sexy dargestellt. Ich sage nur: Pose Pose Pose! Beim „You can’t touch this“ der Boys kann man nicht von mangelnden Bewegungsmustern sprechen. Während die Damen nichts als schöne Posen gemacht haben, sah man die Jungs beim Hip-Hop und in ihren Solos alle tanzen. Mein Fazit für heute: Diese Boys sind cool.

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„Let’s Dance“ geht 2017 ins Jubiläumsjahr. Diese Kandidaten tanzen in der zehnten Staffel von „Let’s Dance“ vor dem Jury-Pult von Joachim Llambi,Motsi Mabuse und Jorge Gonzalez:

Vanessa Mai (24),

Sängerin,

Anni Friesinger-Postma

(40), Eisschnellläuferin,

Ann-Kathrin Brömmel (27), Model,

Susi Kentikian (29),

Boxerin,

Chiara Ohoven (31),

Society-Girl,

Angelina Kirsch (28),

Curvy-Model,

Cheyenne Pahde (22), Schauspielerin,

Jörg Dräger (71),

Moderator,

Heinrich Popow (33), Paralympics-Sieger,

Maximilian Arland (35),

Moderator und Musiker,

Bastiaan Ragas (45),

Entertainer,

Gil Ofarim (34),

Musiker,

Faisal Kawusi (25),

Comedian,

Pietro Lombardi (24), DSDS-Star scheidet wegen einer Verletzung aus; ein Ersatzkandidat wird noch bekannt gegeben.

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