Droht ein Schicksal wie Game of Thrones? The Walking Dead: Wann überholt die Serie die Comicvorlage?

Von Manuela Kanies

Andrew Lincoln als Rick Grimes, Chandler Riggs als Carl Grimes, Jeffrey Dean Morgan als Negan in „The Walking Dead“. Foto: Gene Page/AMCAndrew Lincoln als Rick Grimes, Chandler Riggs als Carl Grimes, Jeffrey Dean Morgan als Negan in „The Walking Dead“. Foto: Gene Page/AMC

Osnabrück. Mit dem Ende von Staffel 7 hat die Serie „The Walking Dead“ einen wichtigen Handlungsstrang der Comics von Robert Kirkman erreicht. Was passiert, wenn die Handlung der Serie schneller voranschreitet, als Comics veröffentlicht werden? Wird die TV-Serie wie „Game of Thrones“ eingestellt?

Achtung, im Text folgen Spoiler!

Mit dem Ende von Staffel 7 stellen sich Fans der TV-Serie „The Walking Dead“ die beliebte Frage: Wie geht es in Staffel 8 weiter? Da sich die Serie bei der Handlung weitestgehend an die Comicvorlagen von Autor Robert Kirkman hält, ist die Antwort auf diese Frage auch möglicherweise in den Comics zu finden. (Weiterlesen: Wie geht es in Staffel 8 von „The Walking Dead“ weiter?)

Ob die Handlung der Serie den Comics weiter folgt, lassen die Produzenten und Drehbuchautoren offen. Im Interview mit dem US-Magazin „Hollywood Reporter“ haben Autor Robert Kirkman und Produzent David Alpert allerdings verraten, was passiert, wenn die Serie schneller voranschreitet, als Comics veröffentlicht werden. (Weiterlesen: The Walking Dead: Quoten für Staffel 7 sinken weiter)

Ein Schicksal wie der HBO-Serie „Game of Thrones“ soll „The Walking Dead“ nicht blühen. Die Fantasy-Serie findet nach einer kürzeren Staffel 8 2018 ihr Ende. Bereits mit Staffel 6 hatte „Game of Thrones“ die Buchvorlagen „Ein Lied von Eis und Feuer“ von Autor George R. R. Martin überholt. Zwar entstehen die finalen Staffeln 7 und 8 in enger Zusammenarbeit mit Martin, aber eine Buchvorlage dafür ist immer noch in weiter Ferne.

Das solle bei „The Walking Dead“ nicht passieren, versichern die Macher. „Die Gefahr, dass das passiert, gibt es nicht“, sagt Autor Robert Kirkman, der auch Mit-Produzent der Serie ist. Zwar gebe es Elemente aus den Comicbüchern, aber sie fügen auch neue Handlungen und Charaktere ein und drosseln damit das Erzähltempo der Serie. (Rückblick: Was passiert im Finale von Staffel 7 von „The Walking Dead“?)

Mittlerweile hat „The Walking Dead“ einen Großteil der vorliegenden Comics erzählt. Mit dem Finale von Staffel 7 ist der große Krieg zwischen Negan (Jeffrey Dean Morgan) und Rick Grimes (Andrew Lincoln) ausgebrochen, die Gemeinschaften Alexandria, Hilltop und das Königreich mittendrin. In den Comics gibt es nach Ende des Krieges einen großen Zeitsprung, die Handlung setzt einige Jahre später wieder ein.

Bislang gibt es zwölf Comichefte mit Handlungen, die noch nicht in die TV-Serie eingeflossen sind. Zum Beispiel der Krieg mit den „Flüsterern“, die sich als Zombies tarnen und die Gemeinschaften angreifen. (Weiterlesen: The Walking Dead Staffel 7 Finale: Wer ist Bernie Wrightson?)

Betrachtet man die bisherige Vorgehensweise der Serie, ist klar erkennbar, dass sich die Macher Zeit lassen beim Erzählen. Mal zum Guten, mal zum Schlechten: Viele Fans langweilten sich bei Nebenhandlungen von Staffel 7.

„Wenn wir Staffel 20 erreicht haben, werden wir wohl die Comics eingeholt haben“, orakelt David Alpert. Doch bis dahin wird Robert Kirkman wahrscheinlich weitere Comics mit Zeichner Charlie Adlard veröffentlicht haben. Ein Ende von „The Walking Dead“ scheint zurzeit nicht in Sicht. Ob das der Serie gut tut, ist eine andere Frage. (Weiterlesen: Miese Effekte: Fans lachen über Ricks Reh in Staffel 7 von „The Walking Dead“)


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