Final Fack: Fack ju Göhte 3 Was machen Harfouch und Hüller bei „Fack ju Göhte 3“?

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Berlin. „Fack ju Göhte 3“ holt mit Corinna Harfouch und Sandra Hüller echtes Fachwissen ans Goethe-Gymnasium. Beide haben schon das Gretchen gespielt. Rückblick auf eines der rätselhaftesten Phänomene des deutschen Kinos.

Kurz vor Schulschluss kommen die Charakterdarsteller: Mit Corinna Harfouch, Irm Hermann und Sandra Hüller stoßen drei der namhaftesten Schauspielerinne des Landes zu den „Fack ju Göhte“-Filmen. Grund genug, sich das deutsche Filmphänomen noch einmal anzusehen – bevor Bora Dagtekin und Elyas M‘Barek den Dreh für den dritten und letzten Teil einläuten. (Ohne Bohlen wäre „Fack ju Göhte“ undenkbar: Steile Thesen zur Filmreihe)

Hüller und Harfouch drehen „Fack ju Göhte 3“

Kurz vor Drehbeginn hat Constantin Film den Cast von „Fack ju Göhte 3“ vermeldet. Zu den Stammdarstellern Elyas M‘Barek, Jella Haase und Karoline Herfurth stoßen Julia Dietze, Lea van Acken und Irm Hermann. Auch Sandra Hüller und Corinna Harfouch zählt Constantin zu den „njuuuu Fackers“. Beide kommen vom Theater und bringen echtes Fachwissen ans Goethe-Gymnasium: Harfouch hat das Gretchen 1984 am Berliner Ensemble gespielt, Hüller 2003 in Basel. „Fack ju Göhte“ justiert also nochmal nach: Während der zweite Teil des Überraschungserfolgs mit seinem thailändischen Auslandsdreh noch in touristische Schauwerte investierte, setzt der dritte „Fack“-Film überraschender Weise auf Charakterdarsteller. (Mathe-Unterricht: Der Erfolg von „Fack ju Göhte“ in Zahlen)

Vom Specht zu Zeki Müller: Harfouchs Beitrag zu „Fack ju Göhte“

Harfouch bringt neben ihrer Goethe-Expertise auch profunden Kenntnisse in der Pauker-Unterhaltung ein: In der ersten Staffel von „Unser Lehrer Doktor Specht“ (1991-92) war sie als Lilo von Barnim die Freundin von Robert Atzorns Titelhelden. „Ich habe das gedreht, aber nie gewagt, es mir anzusehen. Keine einzige Folge“, beteuert sie ein Vierteljahrhundert später im Interview. Nun wird sie Teil einer Welt, in der Uschi Glas als rußgeschwärzte Chemielehrerin aus dem Fenster springt und Problemschülerinnen sich Tischtennisbälle einführen. Wieder mal ein Beweis für die erstaunliche Anziehungskraft von Bora Dagtekins Komödien. (Trotzdem lachen: die elf schlechtesten Witze aus „Fack ju Göhte 2“)


„Fack ju Göhte“: Wie sind die Zahlen vor dem Final Fack?

Am 26. Oktober soll die Reihe um den kriminellen Aushilfslehrer Zeki mit dem „Final Fack“ auslaufen; mit ihr endet eins der großen Phänomene des deutschen Films, das es mit „No Manches Frida“ sogar zu einem mexikanischen Remake gebracht hat. Die ersten „Fack ju“-Komödien verkauften beide jeweils mehr als sieben Millionen Tickets – wobei der Auftaktfilm noch mehr Zeit und Mundpropaganda brauchte. „Fack ju Göhte“ (2013) hatte am Startwochenende 870.000 Zuschauer; Teil 2 brachte es im gleichen Zeitraum schon auf über zwei Millionen. 2015 war die Marke gesetzt. Auch in der Gesamtbilanz ist die Fortsetzung mit 7,7 Millionen Zuschauern dem Original um rund 300.000 Besucher voraus. In der Liste der publikumsstärksten Filme aus Deutschland halten die Facker die Plätze 4 und 5 und lassen damit sogar Til Schweiger hinter sich. Sein stärkster Film„Honig im Kopf“ belegt mit 7,3 Millionen Zuschauern Rang 6.

„Fack ju Göhte“¨– noch besser als der „Schulmädchen-Report“?

Selbst die Klassiker des Genres – die Lümmel-Filme und der Schulmädchen-Report – firmieren in der Bestenliste des Branchendienstes „insidekino.com“ hinter Dagtekin – und das obwohl die Reportreihe nicht nur genauso lustig, sondern auch noch erotisch ist. (Für die Filme der 60er und 70er Jahre liegen allerdings nur Schätzwerte vor.) Um im Finale der „Fack ju“-Reihe an die Spitze zu kommen, müsste Zeki Müller noch einmal richtig zulegen: Schon die 8,8 Millionen Zuschauer von„Otto – der Film“ (1985) sind schwer einzuholen. Bully Herbig scheint mit „(T)Raumschiff Surprise“ (2004, 9,2 Millionen) und „Der Schuh des Manitu“ (2001, 11,7 Millionen) unerreichbar. Immerhin: Jeder neue Film bringt auch den alten noch einmal massives Wachstum. Als „Fack ju Göthe 2“ anlief, stieg auch der zwei Jahre alte Teil 1 wegen der Doppelvorstellungen noch einmal in die Kino-Charts ein. Auf Platz 2.


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