TV-Programm heute Abend Ideenarme Komödie: „Ich will (k)ein Kind von dir“

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Eigentlich ein rundum glückliches Paar – Philipp (Felix Klare) möchte unbedingt Nachwuchs, Anna (Franzsika Weisz) aber nicht.

            
Foto: ARD Degeto/Frédéric BatieEigentlich ein rundum glückliches Paar – Philipp (Felix Klare) möchte unbedingt Nachwuchs, Anna (Franzsika Weisz) aber nicht. Foto: ARD Degeto/Frédéric Batie

Osnabrück. Wenn mal zur Abwechslung die Frau keine Kinder will: Franziska Weisz und Felix Klare in der soliden, aber ideenarmen Komödie „Ich will (k)ein Kind von dir“.

Schon klar: Allmählich gehen Film und Fernsehen die Titel aus. Und das führt dann eben manchmal zu weniger eleganten Ergebnissen. Immerhin kann man aus dem hiesigen Titel schon mal sehr genau ablesen, worum es geht: Den Kinderwunsch. Philipp ( Felix Klare ) und Anna (Franziska Weisz) sind ein harmonisches Paar Mitte dreißig und wollen eigentlich – so eine gemeinsam getroffene Entscheidung – kinderlos bleiben. Diese Vereinbarung ist bereits nach fünf Film-Minuten hinfällig. Philipp zu Anna: „Ich will ein Kind von dir“, was Anna ablehnt. Sehr früh sind also die Fronten geklärt. Beziehungskrise. Ja, und jetzt? Diese Frage kann das Drehbuch nicht immer befriedigend beantworten. Das Thema will so recht nichts hergeben. Oder vielmehr die Klangfarbe des Erzählens. Denn „Ich will (k)ein Kind von dir“ ist eine solide Komödie und eben keine wilde Satire. Die schönste Idee, die Philipp ausheckt: Kondome perforieren. Schwangerschaft unterjubeln. Auch komisch: Diese berühmt-berüchtigten „Junge Eltern reden über ihre Kinder“-Gespräche, dazu Philipps bedröppelter Blick. Mit dem Mangel wächst der Wunsch. „Du musst angreifen“, sagt einmal ein Freund. Das hätte man sich zuweilen auch für den Film gewünscht.

3 von 6 Sternen

Ich will (k)ein Kind von Dir, 17.03.17, 20:15 Uhr, ARD


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