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Weiberfastnacht 2017 Weiberfastnacht? Was ist das? Und warum geht‘s an den Schlips?

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Weiberfastnacht: Am 23. Februar 2017 ist es wieder soweit. Tausende Frauen stürmen die Rathäuse. Doch warum feiern die Frauen Weiberfastnacht? Foto: dpaWeiberfastnacht: Am 23. Februar 2017 ist es wieder soweit. Tausende Frauen stürmen die Rathäuse. Doch warum feiern die Frauen Weiberfastnacht? Foto: dpa

Osnabrück. Weiberfastnacht: Am 23. Februar 2017 ist es wieder soweit. Tausende Frauen stürmen die Rathäuser, um die begehrte Krawatte des Bürgermeisters abzuschneiden. Auch in Büros müssen viele Männer von ihren geliebten Krawatten Abschied nehmen. Doch warum feiern die Frauen Weiberfastnacht?

Weiberfastnacht ist traditionell der Donnerstag vor Aschermittwoch. Die im Karneval traditionell gültigen Regeln werden auf den Kopf gestellt: auch Frauen dürfen das Zepter in die Hand nehmen. In Schulen ist das Schminken statt dem Krawatten abschneiden weit verbreitet. Woher kommt dieser Brauch? (Warum gibt es Doodles? Die verrücktesten Fakten zur Google-Spielerei)

Wo wird die Weiberfastnacht gefeiert?

Die Weiberfastnacht wird überwiegend in der Mitte und im Süden Deutschlands gefeiert: Los geht es um 11.11 Uhr mit dem Rathaussturm, bei dem die Bürgermeister der Städte nicht nur ihre Krawatte, sondern auch den Stadtschlüssel abgeben müssen. Größere Städte, in denen ausgelassen gefeiert wird, sind unter anderem Köln, Bonn, Mainz und natürlich Osnabrück.

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Geschichte der Weiberfastnacht

Google feiert Weiberfastnacht 2017 mit einem Doodle. Screenshot: noz.de/Google

Anfang des 19. Jahrhunderts war der Karneval eine rein männliche Veranstaltung. Im Jahr 1824 wollten Wäscherinnen aus Bonn-Beuel ihre Teilnahme am Karneval erzwingen. Sie beschlossen, am Donnerstag vor dem Karneval die Arbeit ruhen zu lassen, und gründeten das „Alte Damenkomitee von 1824 e.V.“. Die Krawatten sollten die männliche Macht darstellen und wurden daher abgeschnitten. Der Sturm auf das Rathaus ist dort, im Gegensatz zu anderen Städten, auch heute noch die Hauptfeier des Karnevals.

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echtliche Situation an Weiberfastnacht

Das Abschneiden von Krawatten ist nicht grundsätzlich erlaubt. Wenn man mit dem Abschneiden nicht ausdrücklich einverstanden ist, müssen die Altweiber unter Umständen Schadenersatz bezahlen - auch an Karneval. Wenn man auf einer Karnevalsfeier die Krawatte abgeschnitten bekommt, wird das Einverständnis allerdings vorausgesetzt, urteilte das Amtsgericht Essen im Jahr 2009.

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