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RTL bestätigt Tod Irene Fischers Schwiegertochter gesucht: Beates Mutter Irene ist tot

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Berlin. Irene Fischer, bekannt aus der RTL-Reihe „Schwiegertochter gesucht“, ist tot. RTL bestätigte eine entsprechende Nachricht der „Passauer Neuen Presse“.

Die aus der RTL-Kuppelshow „Schwiegertochter gesucht“ bekannte Irene Fischer ist im Alter von 64 Jahren gestorben. Einen entsprechenden Bericht der „Passauer Neuen Presse“ bestätigte RTL am Mittag. (Weiterlesen: So reagieren Beate Fischer und Vera Int-Veen auf Irenes Tod)

Irene Fischer und „Schwiegertochter gesucht“

Als Mutter der Kandidatin Beate war Irene Fischer in der RTL-Kuppelshow zunächst nur eine Nebenfigur. Von der Bewerberin unter vielen wurde Beate Fischer bald zur Kultfigur des Formats – und mit ihr auch ihre Mutter Irene. Seit dem ersten Auftritt fehlte die Familie Fischer in keiner Staffel; auch Irenes Ehemann Gerd und die zwei Schoßhunde avancierten zu TV-Stars. (Schwiegertochter gesucht 2017: Vera Int-Veen besucht mit Beate das Grab von Mutter Irene)

Irene und Beate Fischer: Eigenes Format und Werbevertrag

2015 war die Popularität von Irene und Beate Fischer so groß, dass RTL ein Spin-off mit den beiden sendete. In „Beate und Irene – Das hat die Welt noch nicht gesehen“ bereiste das Mutter-Tochter-Gespann in einer vierteiligen Doku-Soap Indien und Japan – wobei RTL vor allem auf die Komik des Kulturschocks setzte. Beate und Irene, mit Sprachen und Sitten der weiten Welt vollkommen unvertraut, scheiterten regelmäßig bei der Suche nach Hotelzimmern und der Bestellung von Speisen.

Das Format knüpfte an eine Entwicklung der Kuppelshow an. Auch bei „Schwiegertochter gesucht“ waren Beate und Irene nach Bali oder Alaska verschifft worden, um beim Flirten in der jeweiligen Landessprache herumzustolpern. Ebenfalls 2015 wurden Beate und Irene zu Werbestars; im Zuge einer Kampagne, bei der Müller Milch seine Produkte mit Gesichtern des Trash-TVs bewarb, priesen sie die Vorzüge von Joghurts in exotischen Geschmacksrichtungen an. (Irene und Beate Fischer als Werbestars: Warum macht sich Müller Milch mit „Schwiegertochter gesucht“ gemein?)

„Schwiegertochter gesucht“: Hass auf Beate und Irene Fischer

Der Ruhm von Irene Fischer war hochambivalent: Das Format, mit dem sie bekannt wurde, lebt vom Spott über die Kandidaten. In falschen Komplimenten weist Vera Int-Veen auf die Schwächen ihrer Klienten hin, betont hässliches Schuhwerk mit dem Begriff der „soliden Sandalenträgerinnen“ und Verständnisschwierigkeiten im Ausland mit dem Wort von den „charismatischen Kosmopolitinnen“.

Im Internet übersetzen die Hass-Fans der Sendung solche Vorlagen in ihre Sprache. Wenn Beate und Irene wieder mal mit der Kamera in einen Schönheitssalon geschickt werden, kommentieren die User: „Der Gorilla wird enthaart.“ Regelmäßig werden die Fischers bei Facebook als hässliche Schmarotzer apostrophiert, die sich auf Kosten von RTL ein schönes Leben in der weiten Welt machen.

Immer wieder staunte man, welche aggressiven Schmähungen RTL trotz Netiquette stehen ließ. Beate und Irene Fischer dürften sich mit den Jahren einen Schutzpanzer zugelegt haben – zu dem auch beitrug, dass sie sich in der RTL-Inszenierung immer mehr von Privatpersonen in Kunstfiguren verwandelten. Der Sender garnierte „Schwiegertochter gesucht“ sogar mit kurzen Trickanimationen der Fischer-Frauen. (Schwiegertochter gesucht 2016: Die Wahrheit über Beate und Irene)

Zerwürfnis zwischen Beate und Irene Fischer bei „Schwiegertochter gesucht“

Staffel um Staffel blieb Beate Fischer unvermittelbar – und eine ganze Weile vertrug sich ihr ewiges Single-Dasein mit der charmanten Lesart: In ihrer Mutter Irene hatte Beate eine so vollkommene Partnerin gefunden, dass es einen Mann gar nicht mehr brauchte. Unzertrennlich wie Laurel und Hardy machten Beate und Irene alles gemeinsam; den Tag beschloss stets ein Küsschen auf der Kante des gemeinsamen Betts. Selbst Irenes immerhin vorhandener Ehemann Gerd spielte kaum eine Rolle. Bei den Reisen von Mutter und Tochter blieb er daheim, um das Haus im Bayerischen Wald zu hüten.

Ausgerechnet die letzte Staffel von „Schwiegertochter gesucht“ endete dann mit einem Missklang: In den finalen Episoden inszenierte RTL Beates Revolte gegen Irene. Beate klagte, Irene würde ihre Beziehungen mutwillig unterlaufen – unter anderem mit der Forderung nach Wohngeld bei Übernachtungsbesuchen. Irene reagierte mit einer Drohung: Beate könne ja ausziehen, dann werde sie schon sehen, wie weit ihr Einkommen reiche.

Der Eklat war ein hässlicher Tiefpunkt in der gemeinsamen TV-Geschichte von Beate und Irene Fischer. In einer kommenden Staffel von „Schwiegertochter gesucht“ hätte unbedingt die Versöhnung zelebriert werden müssen. Dazu wird es nun nicht mehr kommen.



In diesen Staffeln von „Schwiegertochter gesucht“ war Beate Fischer zu sehen:

  • Staffel 3, 2009: Beate wirbt um Jens.
  • Staffel 4, 2010: Beate besucht Peer.
  • Staffel 4, 2010: Beate bei André (Spezialsendung).
  • Staffel 5, 2011: Anwärter um Beates Herz sind Stefan und Sven (Spezialsendung „Jetzt sind die Frauen dran“).
  • Staffel 6, 2012: Jens, Sascha und Willy bemühen sich um Beate (Spezialsendung).
  • Staffel 7, 2013: Beate datet in Alaska Männer aus dem Katalog einer Partnervermittlung.
  • Staffel 8, 2014: Beate flirtet auf Bali mit Thomas.
  • Staffel 9, 2015: Vera Int-Veen bringt Beate mit dem „Schwiegertochter gesucht“-Veteran Ingo zusammen. (Special vor der eigentlichen Staffel.)
  • „Beate und Irene – Das hat die Welt noch nicht gesehen“: Das Mutter-Tochter-Gespann bereist für eine vierteilige Doku-Soap Indien und Japan.
  • Staffel 9, 2015: Beate Fischer dreht „Schwiegertochter gesucht“ mal wieder im heimischen Bayerischen Wald und verliebt sich in Stefan.
  • Staffel 10: Im Best-of zur Jubiläumsstaffel kommentieren Beate Fischer und Mutter Irene mit den Eheleuten Lombardi, Hella von Sinnen und etlichen ehemaligen Schwiegertochter-Kandidaten die peinlichsten Momente aus neun Staffeln; in der eigentlichen Staffel trifft Beate dann auf eine Reihe von Ex-Anwärtert und überwirft sich mit ihrer Mutter.

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