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Dschungelcamp 2017 Thomas „Icke“ Häßler will Weltmeister des Dschungels werden


Osnabrück. Thomas “Icke“ Häßler zieht ins Dschungelcamp 2017 und besetzt damit den Posten des früher mal erfolgreichen Ex-Sportlers, der durch „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus“ zurück ins Rampenlicht will. Eigentlich ist Häßler legitimer Nachfolger von Thorsten Legat - und doch so anders als der „Kasalla“-Kandidat.

In nahezu jeder Staffel von „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus“ zog ein Ex-Sportler in den australischen Dschungel. Vor allem mit Fußballern hat der Sender gute Erfahrungen gemacht: Jimmy Hartwig, Eike Immel, Ailton und Thorsten Legat waren bereits Kandidaten im Dschungelcamp. 2017 zieht Thomas „Icke“ Häßler in den Dschungel. Ein Mann für die große Show-Bühne ist der 50-Jährige eigentlich nicht. Seit seinem Karriereende ist Häßler auf der Suche nach einer echten neuen Lebensaufgabe - das Dschungelcamp 2017 soll dafür der Anfang sein. (Alles zum Dschungelcamp 2017 in unserem Blog.)

Thomas „Icke“ Häßler: Fußball-Weltmeister von 1990 im Dschungelcamp 2017

Im vergangenen Jahr mischte Thorsten Legat als Ex-Fußballer das Dschungelcamp auf und brachte den Berufsstand mit seinem Auftreten ziemlich in Verruf: Das Vorurteil, Fußballer hätten alles in den Beinen und nichts im Kopf, konnte Thorsten „Kasalla“ Legat jedenfalls nicht widerlegen. Wenn nun Thomas Häßler ins Dschungelcamp zieht, wäre ein Vergleich schnell gezogen. Doch „Icke“ ist ganz anders als sein Vorgänger Legat. Das liegt nicht nur an seiner Körperlänge von 1,66 Meter, sondern auch an dem gezeigten Talent auf dem Fußballplatz. Dort galt Häßler zu seinen besten Zeiten als grandioser Ballzauberer. (Weiterlesen: So sehen Sie das Dschungelcamp 2017 live im Stream und in der Wiederholung.)

Seine Profikarriere begann der 1966 geborene Berliner beim 1. FC Köln. Zwischen 1984 und 1990 kickte er für den FC. Nach dem Gewinn des Weltmeistertitels mit der deutschen Nationalmannschaft in Italien zog es den Mittelfeldspieler in das Gastgeberland: Erst Juventus Turin, dann der AS Rom. 1994 der Weg zurück nach Deutschland: Karlsruher SC, Borussia Dortmund und 1999 schließlich der TSV 1860 München. Zwischendurch wurde „Icke“ 1996 noch Europameister. Seine Karriere beendete er 2004 beim SV Austria Salzburg. (Weiterlesen: Majowski droht in Australien „euer Markus“ zu bleiben!)

Thomas Häßler auf der Suche nach einer neuen Aufgabe

Dann passierte „Icke“ Häßler das, was vielen mal erfolgreichen Fußballern widerfährt: Nach dem Ende der Karriere fehlte die Aufgabe. Zwar machte Häßler den A-Lizenz-Trainerschein, schaffte es damit beim 1. FC Köln aber nur zum Technik-Trainer und in Nigeria kurzzeitig zum Co-Trainer unter Berti Vogts. Nach einem einjährigen Intermezzo im Iran ist Häßler seit 2016 Trainer des Achtligisten Club Italia in seiner Heimat Berlin. „Es geht mit gut, es geht mir wunderbar“ meinte er vor kurzem in der „Welt“, wenngleich sein Schritt in die fußballerische Bedeutungslosigkeit von außen eher als großer Abstieg gedeutet wird. Das Geld spielt bei Häßler, wie angeblich bei fast allen Dschungelcamp-Kandidaten, trotz teurer Scheidung keine Rolle. (Weiterlesen: Fräulein Menke hat schon Psychiatrie-Erfahrung für den Dschungel gesammelt.)

„Ich mache nur noch, was mir Spaß macht“, ist Häßlers Begründung. Mit RTL hat der Ex-Fußballer schon Erfahrung gemacht: 2016 war er Teil der Tanzsendung „Let’s Dance“, eine Art Bewerbungsplattform für „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus“. Etwas hölzern belegte er den 10. Platz. Für den Dschungel lässt sich wohl ein umgänglicher Thomas Häßler prognostizieren, eine Art „Everybody’s Darling“. Für Streit sei „Icke“ nach eigenen Angaben jedenfalls nicht zu haben - wie man sich im Team verhalte, wisse er immerhin. (Weiterlesen: Reality-TV-Expertin Kader Loth im Dschungelcamp 2017.)

Chancen auf den Titel „Weltmeister des Dschungels“ wird Thomas Häßler damit wohl nicht haben. Aber vielleicht klappt es nach dem australischen Dschungel ja mit einer neuen, lebenserfüllenden Aufgabe für den 50-Jährigen.


„Ich bin ein Star – Holt mich hier raus“ läuft im Frühjahr 2017 in der elften Staffel. Als RTL das Dschungelcamp 2004 zum ersten Mal in Deutschland präsentierte, protestierten Tierschützer und Menschenrechtler gleichermaßen. Inzwischen ist das Format so etabliert, dass selbst konservative Medien täglich berichten, wenn RTL 16 Tage lang die Nöte von Promis im australischen Dschungel zusammenschneidet. 2011 war das Dschungelcamp für den Deutschen Fernsehpreis nominiert, 2013 sogar für den Grimme-Preis. RTL fährt mit der Event-Programmierung in täglicher Ausstrahlung regelmäßig gute Quoten ein: Mit bis zu 9,04 Millionen Zuschauern (Finalsendung des Jahres 2011) erreicht „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus“ Zahlen in der Größenordnung des „Tatort“ – und das, obwohl die Show in der Regel erst gegen 22.15 Uhr beginnt. Sechs Staffeln lang hat Sona Zietlow das Dschungelcamp mit Dirk Bach moderiert; nach dessen Tod übernahm Daniel Hartwich im Jahr 2013 den Posten. Die Kandidaten der elften Staffel sind Nicole Mieth, Markus Majowski, Fräulein Menke, Hanka Rackwitz, Gina-Lisa Lohfink, Kader Loth, Thomas Häßler, Marc Terenzi, Florian Wess, Alexander „Honey“ Keen, Jens Büchner und Sarah Joelle Jahnel.

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