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Südpol-Expedition Amundsens Wo ist Amundsens Leiche? Südpol-Expedition im Doodle


Berlin. Google-Doodle für die erste erfolgreiche Südpool-Expedition: Am 14. Dezember 1911 erreichte Roald Amundsen den Pol. Sein Konkurrent Scott verlor in dem Wettrennen das Leben.

Forschung als tödliches Wettrennen: Am 14. Dezember 1911 erreichte Roald Amundsens erste Südpol-Expedition ihr Ziel – 35 Tage vor dem gleichzeitig aufgebrochenen Expeditionsleiter Robert Falcon Scott. Google begeht den 105. Jahrestag mit einem Doodle. (Google verdoodelt den eigenen Geburtstag – was ist faul daran?)

Roald Amundsen: Leiter der ersten erfolgreichen Südpol-Expedition

Die erste erfolgreiche Südpol-Expedition leitet Roald Engelbregt Gravning Amundsen (16. Juli 1872 - vermutlich 18. Juni 1928). Im August 1910 sticht er mit seinem Team auf dem Expeditionsschiff Fram in See, das schon zwei Expeditionen in die Arktis überstanden hat. Bei der Antarktis-Tour steuert Amundsen zuerst ein Winterquartier in der Bucht der Wale an. Per Hundeschlitten führt die Expedition dann von der Basis Framheim zum Südpol, den die Mannschaft am 14. Dezember 1911 erreicht – 35 Tage vor der britischen Terra-Nova-Expedition des gleichzeitig aufgebrochenen Konkurrenten Robert Falcon Scott. (Amundsen vs. Scott: Das tragische Wettrennen an den Pol – die ganze Expeditionsgeschichte zum Nachlesen)

So tragisch endete die Südpol-Expedition für Amundsens Gegner Scott

Als Scotts Expedition den Südpol im Januar 1912 erreicht, finden die Forscher bereits die norwegische Flagge vor. Nicht wissend, wie weit Amundsen ihm voraus ist, schreibt Scott in sein Tagebuch: „Nun der Heimweg und ein verzweifelter Kampf, die Nachricht zuerst durchzubringen. Ich frage mich, ob wir es schaffen können.“ Tatsächlich scheitert Scott nicht nur im Wettrennen um den Rückweg – er kommt überhaupt nicht mehr zurück. Im Februar stürzt sein Team-Mitglied Edgar Evans mehrfach in Gletscherspalten, fällt schließlich ins Koma und stirbt. Am 17. März begeht der Expeditionsangehörige Lawrence Oates Selbstmord, weil er wegen erfrorener Füße nicht mehr gehen kann. Mit seinen beiden letzten Gefährten Wilson und Bowers hält auch Scott nur noch wenige Wochen durch. Am 12. November 1912 entdeckt ein Suchtrupp ihre Leichen. Scotts letzter Tagebuch-Eintrag datiert auf den 29. März 1912. Die Aufzeichnungen enden mit den Worten: „Letzter Eintrag. Um Gottes willen, kümmert Euch um unsere Leute.“ (Zerg Rush, Tilt und Barrel Roll: Mit diesen Google Easter Eggs bringen Sie Ihre Kollegen zur Verzweiflung)

Kritik an Amundsens Südpol-Expedition

Dass Amundsen seine Südpol-Expedition unabgestimmt und heimlich antrat, wird zwar kritisiert; die öffentliche Meinung wendet sich unter dem Erfolg allerdings zum Guten. Als bekannt wird, dass Amundsens Konkurrent Robert Falcon Scott und seine Leute bei einer nun gewissermaßen sinnlosen Zweiterreichung das Leben verloren haben, kommt es zu einem zweiten Stimmungsumschwung. Nun argumentieren Kritiker, Amundsens Triumph habe Scott den nötigen Lebensmut für die Rückkehr geraubt.

Amundsen verheimlichte der Mannschaft das Ziel der Südpol-Expedition

Als Roald Amundsen zur Eroberung des Südpols aufbricht, weiß seine Mannschaft nicht, worauf sie sich überhaupt einlässt. Der Norweger, der mit dem britischen Expeditionsleiter Francis Falcon Scott um die Entdeckung konkurriert, fürchtet politischen Gegenwind für sein Projekt. Norwegen hat erst vor Kurzem die Unabhängigkeit errungen und baut in seinem Bemühen um internationale Anerkennung auf Großbritannien. Deswegen macht Amundsen das Ziel der ersten Südpol-Expedition erst während der Reise publik und stellt seinen Begleitern frei, gegebenenfalls zurückzukehren. Alle halten ihm die Treue. (Verbotene Doodles: Die geheimen Regeln der Google-Gags)

Welche Ergebnisse brachte Amundsens Südpol-Expedition?

Dass es bei der Ersterreichung des Pols um Prestige ging, belegt schon das Wettrennen der beiden Entdecker. Aber welche wissenschaftlichen Erkenntnisse brachte die Pioniertat? Zu den Leistungen des Teams zählen unter anderem die Vermessung des Ross-Schelfeises und der Nachweis einer Landverbindung zwischen Viktorialand und Edward-VII-Land. Amundsen brachte Gesteinsproben mit, die Aufschlüsse über die geologische Zusammensetzung der Pol-Region erlaubte. Zudem sammelte die Südpol-Expedition Daten zur Bildung von Gletscherspalten, zum regionalen Wetter und dem atlantischen Strömungssystem. (Earth-Day-Google: Doodle gibt Tipps zum Tag der Erde)

Wo ist Amundsens Leiche? Bei Expedition verschollen

Durch den Südpol-Wettlauf mit Scott ist Amundsen der Welt als kompetitiver Forscher im Gedächtnis. Tatsächlich war es zuletzt aber sein Einsatz für einen Kollegen, der den Entdecker des Südpols das Leben kostete: Am 18. Juni 1928 leitete Amundsen eine Rettungsexpedition für Umberto Nobile, der mit seinem Luftschiff über der Arktis abgestürzt war. Amundsen flog dem Forscher hinterher, kehrte aber ebenfalls nie zurück. Von seiner Leiche fehlt bis heute jede Spur; nicht einmal sein Flugzeugwrack wurde entdeckt. (Fridtjof Nansen: Doodle für den Polarforscher und Flüchtlingshelfer)

Quelle: Wikipedia


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