Wer kommt weiter? The Voice 2016: Osnabrückerin Celena im Interview


Berlin. The Voice of Germany 2016: Im Interview verrät die Osnabrücker Kandidatin Celena Pieper, wie sie zu den neuen Regeln steht – und wie man DSDS-Star Fady Maalouf zum Duett überredet.

Eben noch hat Celena Pieper in der Großen Straße gesungen, jetzt steht sie auf der ganz großen Bühne: „The Voice of Germany 2016“ tritt sie am Sonntag in den Blind Auditions an.

Celena, gerade hat mir ein Kollege erzählt, dass Du auf seinem 60. Geburtstag gesungen hast. Finanzierst Du so Dein Studium?

Genau. Mit zwei Jungs zusammen habe ich die Unplugged-Band Querstrich, der eine spielt Gitarre, der andere Cajon. Samstags oder an verkaufsoffenen Sonntagen machen wir in der Großen Straße Musik und versuchen dabei auch, an Auftritte auf Hochzeiten oder Geburtstagen zu kommen. (Trotz Ärger über neue Regeln: „The Voice“ schlägt „Tatort“ bei der jungen Zielgruppe)

Ein anderes Projekt von Dir heißt „C’est Lena“.

Das besteht aus meiner Pianistin Marlene und mir, ist jetzt leider aber nicht mehr aktiv. 2013 waren wir mit unseren Auftritten bis nach Bamberg gekommen. Da hatten wir mit Fady Maalouf zusammen gespielt.

Wie bist Du denn an den gekommen?

Wir hatten uns auf der Maiwoche kennengelernt und spontan ein Duett gesungen. Vorbereitet hatte ich den Song natürlich schon vorher, aber angesprochen habe ich Fady wirklich erst am entscheidenden Tag auf der Maiwoche. Dann haben wir zusammen gesungen, und es hat so gut harmoniert, dass wir hinterher im Café beschlossen haben, zusammen auch noch ein Duett aufzunehmen. In Berlin waren wir im Tonstudio und in Hamburg haben wir noch ein Video gedreht.

Fady Maalouf ist durch DSDS bekannt geworden. Wäre das für Dich eine Alternative zu „The Voice of Germany“ gewesen?

Wenn Casting, dann „The Voice“. Die anderen Formate finde ich nicht so toll. Bei „The Voice“ kann man die Person sein, die man ist. Bei DSDS muss man wohl eher das machen, was die einem vorgeben. (The Voice of Germany 2016: Alles über Coaches, Kandidaten, Tickets und Termine)

Bei der aktuellen Staffeln musste „The Voice of Germany“ allerdings Kritik einstecken – weil die neuen Regeln vorsehen, dass die Coaches sich bei abgelehnten Sängern gar nicht mehr umdrehen, um ein paar nette Worte zu sagen.

Ich finde es auch nicht so toll. Andererseits: Wenn die Coaches sich nicht umdrehen, haben sie einen Grund dafür. Wenn sie hinterher noch was Positives sagen müssten, würden sie sich das vielleicht sowieso nur aus der Nase ziehen. (The Voice 2016: Smudo und Bourani werden zu Jury-Clowns)

Seit Jahren ist Osnabrück mit Musikern bei „The Voice“ vertreten: Anina Schibli, Nico Gomez, Björn Amadeus Kahl, Julian Adler. Hast Du die Kandidaten im Fernsehen gesehen? Und Dir vielleicht sogar Tipps von ihnen geholt?

Gesprochen habe ich mit keinem, aber vor allem die Staffel mit Nico Gomez habe ich verfolgt – und fand ihn wirklich toll.

Studierst Du denn wie Dein Vorgänger an der Osnabrücker Hochschule?

Ja, ich studiere Musical, aber im Gebäude der ehemaligen German Musical Academy, die in der Hochschule aufgegangen ist. Deswegen sehen wir die anderen nicht so oft. In der Schule hat „The Voice“ auch gefilmt. Für die Einspieler war das Team beim Tanzunterricht dabei.

Was für eine Erfahrung war es denn, auf einmal fürs Fernsehen zu drehen?

Ich war dauernervös. Ein paar Kameraerfahrungen hatte ich ja schon, aber diese Interviews waren noch mal ganz was anderes. Ich fand es gar nicht so leicht, mich vor der Kamera auszudrücken; im Nachhinein würde ich das alles ganz anders machen. Aber sobald die Kamera an war, war ich aufgeregt. Ich muss das noch lernen.

Hast Du denn schon etwas von dem Material gesehen oder lässt Du Dich am Sonntag überraschen?

Gesehen habe ich noch nichts. Ich bin gespannt, was ich überhaupt gesagt habe. Vor lauter Aufregung hatte ich das alles sofort vergessen.

Dein Auftritt ist auf einen der neuen Sonntagstermine von „The Voice“ gerutscht. Gibt es Verwandte oder Freunde, die jetzt sauer sind, deinetwegen den „Tatort“ zu verpassen?

Die freuen sich sogar, dass es nicht am Donnerstag läuft. Unter der Woche müssen relativ viele doch noch arbeiten oder was anderes machen. Sonntagabends sitzt man ja sowieso auf dem Sofa und chillt, da kann man gut zu „The Voice“ schalten. Ich denke, ich kann die Show zusammen mit meiner Klasse gucken.

Du darfst nicht verraten, ob und mit welchem Coach Du weiterkommst. Aber welches Team wäre Dir denn das liebste gewesen?

Ich wäre tatsächlich am liebsten zu Samu Haber gegangen. Oder zu Yvonne Catterfeld. Samu hat so eine lockere, ehrliche Art und will das Beste aus einem rausholen. Und Yvonne ist einfach supersympathisch, auch hinter der Kamera. (Kandidaten, Starttermin, Stream: Alles zum Dschungelcamp 2017)

Dein Blind-Audition-Song ist Katy Perrys „Thinking Of You“. Wieso gerade der?

Ich hatte mehrere vorbereitet, auch „Marry The Night“ von Lady Gaga und „Release Me“ von Agnes; aber ich habe mich ziemlich schnell für die Ballade entschieden, weil ich damit am meisten Gefühl zeigen kann.

Was hast Du aus „The Voice of Germany“ bis jetzt schon mitgenommen?

Ich habe vor allem gelernt, vor der Kamera offen zu sein und nicht nachzudenken. Und dass man sich nicht verstellen muss und auf der Bühne Gas geben kann. Ich höre das auch oft von Freunden. Die finden mich privat eher schüchtern und können nicht glaube, dass sie auf der Bühne dieselbe Person sehen. Sobald ich auf die Bühne gehe, bin ich ein anderer Mensch – und gleichzeitig noch mehr ich selbst.

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Die Osnabrückerin bei „The Voice of Germany 2016“: Celena Pieper (20) ist in Georgsmarienhütte aufgewachsen und hat in Osnabrück die Domschule besucht. Ihre Begeisterung für Musik und Musicals wecken schon früh Kinderchöre und die Tanzschule. Als Teil der Band „C’est Lena“ nimmt sie 2013 ein Duett mit dem DSDS-Star Fady Maalouf auf; mit dem Unplugged-Trio „Querstrich“ musiziert sie auf Partys. Pieper studiert im dritten Semester im Musical-Studiengang der Hochschule Osnabrück. Am Sonntag, 6. November, tritt sie in den Blind Auditions von „The Voice of Germany 2016“ an. Die vorab aufgezeichnete Show wird ab 20.15 Uhr auf Sat.1 ausgestrahlt.

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