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The Voice of Germany 2016 Neue Regeln bei „The Voice“: Herzloser Umgang mit den Talenten?

Von Christopher Bredow


Osnabrück. The Voice 2016: Für die sechste Staffel von „The Voice of Germany“ haben sich ProSieben und Sat.1 einige Änderungen der Regeln einfallen lassen. Unter anderem kriegen die gescheiterten Talente in den Blind Auditions kein Feedback der TVOG-Coaches mehr - und das hat bei manchen Zuschauern für Empörung gesorgt.

Seit Donnerstag läuft die neue Staffel von „The Voice of Germany“. Direkt zum Auftakt trumpfte die beliebte Castingshow mit einer starken Quote auf: Insgesamt 4,1 Millionen Zuschauer verfolgten die Sendung, in der relevanten Zielgruppe zwischen 14 und 49 Jahren wurden 23,1 Prozent Marktanteil erzielt. Um „The Voice“ 2016 noch spannender zu machen, haben sich die Macher von ProSieben und Sat.1 neue Regeln ausgedacht. Es gibt einen neuen Sendeplatz, die „Hot Seats“ und eine für einige Fans empörende Änderung: Die TVOG-Coaches drehen sich bei gescheiterten Kandidaten nicht mehr um. Warum? (Peinliche The-Voice-Jury 2016: Sat.1 macht Bourani und Fanta 4 zu Clowns)

Ist „The Voice“ herzlos geworden? Kein Feedback der Coaches mehr

Die Blind Auditions gelten bei „The Voice of Germany“ als der aufregendste Teil der Show. 150 Gesangstalente stellen sich in dieser Runde der TVOG-Jury, die 2016 aus Samu Haber, Yvonne Catterfeld, Michi Beck und Smudo von den Fanta 4 und Andreas Bourani besteht. Die TVOG-Coaches sitzen mit dem Rücken zu den Kandidaten und sehen sie erst, wenn sie den roten Buzzer drücken. Sobald sich ein Coach für das Talent entscheidet, ist es weiter. Drehen sich mehrere Jurymitglieder um, hat der Kandidat die Qual der Wahl. (Lukas, Jesse, Julien Alexander: Wer ist weiter bei The Voice 2016?)

In den ersten Staffeln von „The Voice“ drehten sich die Coaches am Ende einer Performance auch dann um, wenn das Talent nicht überzeugen konnte. So gab es dann immer noch Feedback von der Jury, die die Kandidaten aufmunterte oder sie zum Beispiel zum Wiederkommen ermutigte. Bei „The Voice“ 2016 gibt es das nicht mehr: Buzzert keiner der vier Coaches, muss das Talent die Bühne grußlos verlassen. Die TVOG-Fans zeigen sich in den sozialen Medien entsetzt: Wie herzlos ist das denn?

„The Voice“ punktete in Deutschland in den letzten Jahren bei den Zuschauern vor allem wegen der Authentizität der Jury und des fairen Umgangs mit den Kandidaten. Mit dieser Regeländerung hat die Castingshow bei einigen Fans anscheinend ein paar Sympathiepunkte verloren. Noch am Donnerstagabend begründete der ausstrahlende Sender ProSieben die neue Regel damit, dass durch die weltweite Veränderung mehr Zeit für die Sänger bleibt, die in die nächste Runde kommen. Diese Entschuldigung stellt viele Fans eher nicht zufrieden.  (Weiterlesen: So sehen Sie „The Voice 2016“ live im Stream.)

Das ist neu bei „The Voice“ 2016: Hot Seats und neuer Sendetermin

Im Jahr 2016 gibt es bei „The Voice of Germany“ noch weitere neue Regeln. So sollen die neuen „Hot Seats“ die Castingshow noch spannender machen. Die kommen kurz vor den Liveshows zum Einsatz, wenn jeder TVOG-Coach noch zwölf Talente im Team hat. Nach jedem Auftritt entscheidet der Coach, ob der Kandidat auf einem der drei „Hot Seats“ pro Team Platz nehmen darf. Wenn alle drei Plätze belegt sind, muss ein Talent weichen, wenn ein anderes mit seinem Auftritt mehr überzeugt. „Du sitzt auf einer Art Thron über dem Publikum, bist quasi schon in den Liveshows und dann kommt jemand, den deine Coaches noch einen Tick besser finden. Und du musst diesen Stuhl wieder verlassen. Das ist schon richtig krass“, findet Michi Beck von den Fanta 2.

Außerdem neu: „The Voice“ nimmt mit einem neuen Sendeplatz Angriff auf das deutsche Fernseh-Flaggschiff „Tatort“. In diesem Jahr läuft die Castingshow donnerstags ab 20.15 Uhr auf ProSieben und neuestens sonntags auf Sat.1. Kann die starke Konkurrenz in der Zielgruppe zwischen 14 und 49 Jahren geschlagen werden? Eine erste Antwort wird es am 23. Oktober 2016 geben, wenn „The Voice of Germany“ zum ersten Mal am Sonntagabend um 20.15 Uhr läuft.

Alles zu „The Voice of Germany“ 2016 gibt es auf unserer Themenseite.


„The Voice of Germany“ ab 20. Oktober 2016, donnerstags auf ProSieben und ab 23. Oktober 2016, sonntags in SAT.1, jeweils um 20:15 Uhr.

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