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Hinweise von Zuschauern Aktenzeichen XY: Mord an neunjähriger Daniela vor Aufklärung?

Bringt „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ die Wende im Mordfall der 9-jährigen Daniela? Foto: dpaBringt „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ die Wende im Mordfall der 9-jährigen Daniela? Foto: dpa

Osnabrück. Kann „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ die Wende im Fall der 1988 ermordeten Daniela aus Obhausen einleiten? Auf einer Kirmes wurde die Neunjährige damals zuletzt gesehen, einen Tag später war sie tot. 28 Jahre ist der Mord nun her. Jetzt gibt es einen neuen Hinweis.

1988: Es war ein Festtag in Querfurt – eigentlich. Die Stadt feierte mit einer Kirmes ihr 1110-jähriges Bestehen. Menschen aus dem gesamten Umkreis besuchten sie. So auch die neunjährige Daniela aus Obhausen gemeinsam mit ihrer Schwester. Das Mädchen kehrte nicht lebendig zurück. Den Mordfall, der seit 28 Jahren unaufgeklärt ist, griff am Mittwochabend die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ auf. Nun gibt es Hoffnung, dass die Ausstrahlung eine Wende bringt. (Weiterlesen: Aktenzeichen XY: Vermisste aus Drage im Ausland gesehen?)

Auf dem Heimweg ermordet

Daniela hatte den Kirmesheimweg am 25. Juni 1988 allein angetreten. Einen Tag später war sie auf einer Wiese in der Nähe des Heimatortes tot aufgefunden worden, erwürgt. Spuren auf der Kleidung des Mädchens deuteten auf ein sexuelles Tatmotiv hin. Einen zunächst verdächtigen Mann entlastete später ein DNA-Abgleich.

Nach der „Aktenzeichen XY ... ungelöst“-Sendung am Mittwoch ging nun bei der Polizei ein „konkreter Hinweis auf eine Person ein, die als Täter in Frage kommen könnte, berichtet das ZDF auf seiner Teletext-Seite. Dort wird Staatsanwalt Klaus Wiechmann zitiert: „Ein Anfang ist gemacht. Ich bin optimistisch, dass noch weitere Hinweise eingehen werden.“ (Weiterlesen: „Aktenzeichen XY“-Moderator Cerne: Bei Vermissten Hoffnung nicht aufgeben)

Tötung durch Faustschlag in Mannheim

Auch die Tötung eines 68-jährigen Mannes aus Mannheim spielte bei „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ eine Rolle. Der Mann war im Juni 2015 auf dem Weg zum Arzt von einem Unbekannten angegriffen und durch einen Faustschlag schwer verletzt worden. Die beiden waren in einer Menschenmenge zusammengestoßen, es folgte ein kurzes Wortgefecht, dann der Schlag. Im Krankenhaus erlitt der 68-jährige zwei Tage später eine Hirnblutung als Folge der Verletzung und starb.

Bis heute sucht die Polizei nach dem unbekannten Mann. Möglicherweise erfuhr er nie von den Folgen seines Angriffes, befürchten die Beamten. Nun könnte der Fall vor der Aufklärung stehen: Zwei Zuschauerinnen meldeten sich nach der Sendung unabhängig voneinander. Sie hatten einen Verdächtigen in Tatortnähe gesehen, berichtet das ZDF. Die Beschreibungen stimmten überein. Kriminaloberrätin Roswitha Götzmann: „Ein interessanter Ermittlungsansatz. Mit etwas Glück haben wir den Täter.“ („Aktenzeichen XY“ vom April 2017: Erste Ergebnisse im Mordfall Bögerl)

Serienbankräuber aus Wien im Visier

Der meistgesuchte Bankräuber Österreichs könnte mithilfe der deutschen Fernsehsendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ geschnappt werden. Sieben Mal soll er zugeschlagen haben. Bei einem der Überfälle in Wien zeichnete eine Überwachungskamera das Bild eines dringend Tatverdächtigen auf. Laut ZDF gibt es nun eine „äußerst konkrete Spur zu einem möglichen Täter“. Möglicherweise handele es sich um einen Deutschen. Die Kripo Wien habe Kontakt zum Bundeskriminalamt Wiesbaden aufgenommen.

Mordopfer zuvor in Krankenhaus gesehen?

Einen weiteren Hinweis gab es über „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ auf die Identität eines weiblichen Mordopfers. Arbeiter hatten im August in der Nähe eines Kleingartenvereins in Nieder-Eschbach bei Frankfurt am Main eine Frauenleiche gefunden. Trotz veröffentlichten Fotos hatte die Polizei die getötete Frau bisher nicht identifizieren können. Laut ZDF gab es nun den Hinweis eines Anrufers, der die Frau in einem Krankenhaus gesehen haben will – ein Ansatzpunkt für die Polizei.


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