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„Promi Big Brother“ floppt Promi Big Brother 2016: Darum ist Sat.1 gescheitert

Sexy, was hast du nur aus diesem Mann gemacht? Mario Basler und Jessica Paszka gehen ab. Foto: SAT.1Sexy, was hast du nur aus diesem Mann gemacht? Mario Basler und Jessica Paszka gehen ab. Foto: SAT.1

Berlin. Sat.1 ist an der vierten Staffel „Promi Big Brother“ gescheitert. Was ist schief gelaufen?

Die vierte Staffel „Promi Big Brother“ endet. Und man wünscht dringend, es möge keine fünfte mehr folgen. Die Chancen stehen gut dafür. Sat.1 fährt mit dem inszenierten Krawall so schlechte Quoten ein, wie seit der von Oliver Pocher vermurksten Auftaktstaffel nicht mehr. Mit einem Zuschauerschnitt, der am Ende unter zwei Millionen Fans pro Folge liegen dürfte, ist der Anspruch vom Trash-TV als Tagesgespräch jedenfalls kaum noch zu rechtfertigen. Und das, obwohl auch in diesem Jahre breitflächig berichtet wird und die „Bild“ ihr Online-Angebot sogar mit einem Livestream aufwertet, der die Ereignislosigkeit des Containers rund um die Uhr überträgt – viel billiger als Sky und Maxdome in den Jahren zuvor. (Jessica Paszka gewinnt „Promi Big Brother 2016“ – die Beweise)

Viel Aufregung, aber kein Aufreger: Promi Big Brother 2016

Sat.1 hat das Publikum nur schwer überreden können, sich über Soapstars wie Isa Jank aufzuregen, über den Ex-Kicker Mario Basler und die Ex-Gattin Natascha Ochsenknecht. Fast möchte man den Mangel an Empörung bedauern, weil der Sender soviel Wahnsinn unwidersprochen gelassen hat. Einen Höhepunkt lieferte die Rotlichtgröße Marcus Prinz von Anhalt. Der verriet, dass seine Prostituierten 16 bis 17 Stunden am Tag anschaffen mussten, damit er selbst Millionär wurde. Sat.1-Moderator Jochen Schropp: „Das lasse ich mal unkommentiert.“ Warum? Als die transsexuelle Ex-Prostitiuerte Edona James Wutausbrüche in Serie hatte, wurde sie wegen „menschenverachtenden Verhaltens“ aus der Show geschmissen. Sexuelle Ausbeutung ist offenbar nicht ganz so schlimm. Prinz Marcus darf seinen Puffbetrieb im Sklavenhalterstil noch loben: „Ich war ein guter Zuhälter.“ (Wer hat gewonnen? Zum Bericht von Ben Tewaags „Promi Big Brother“-Sieg)

Schropps Haltungslosigkeit prägt „Promi Big Brother 2016“

Die Haltungslosigkeit zieht sich durch: Ob es die Oben-ohne-Show der Ex-„Bachelor“-Kandidatin Jessica war oder das Ehedrama von Cathy Lugner, die ihren Mann Mörtel Lugner zur Aussprache frei Haus geliefert bekam: Sat.1 spielt die Selbstinszenierung der Kandidaten mit, statt sie zu unterlaufen. So ist „Promi Big Brother“ nicht die „härteste WG“ – sondern nur Verkaufs-TV für Selbstdarsteller. („Match Factor“ mit Thore Schölermann? Es wäre nicht der erste Kuppel-Flop von Pro Sieben)


„Promi Big Brother“ geht 2016 in die vierte Staffel. Zu den Kandidaten gehören diesmal Joachim Witt, Ben Tewaag, Mario Basler, Cathy Lugner und Natascha Ochsenknecht, die „Bachelor“-Kandidatin Jessica Paszka, der Adoptiv-Adlige Prinz Marcus von Anhalt und die Nackt-Darstellerin Edona James. „Promi Big Brother 2016“ läuft vom Freitag, 2. September, bis Freitag, 16. September 2016, in Sat.1 täglich um 22.15 Uhr. An drei Freitagen laufen außerdem die „Promi Big Brother Live-Shows“ ab 20.15 Uhr.

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