Wohliger Grusel Tele 5 zeigt „Das Grab der Ligeia“

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Die unbekannte Schönheit Ligeia (Sofya Skya). Foto: Splendid/Tele 5Die unbekannte Schönheit Ligeia (Sofya Skya). Foto: Splendid/Tele 5

Osnabrück. Die Schwächen der Neuverfilmung von Edgar Allan Poes Kurzgeschichte „Ligeia“ (heute, 20.15 Uhr, Tele 5) werden durch die gute Besetzung wieder wettgemacht.

Als Professor und Buchautor ist Jonathan Merrick ( Wes Bentley , „ American Beauty “) einige Merkwürdigkeiten gewohnt. Zum Beispiel, dass er am Ende einer Vorlesung Bücher signieren soll. Aber was will die unbekannte Schönheit (Sofya Skya) nur von ihm, die ihm auf seinen Reisen folgt? Schon bald zieht ihn diese Fremde namens Ligeia so sehr in ihren Bann, dass er sich von seiner Verlobten trennt und mit Ligeia in deren Schloss nach Russland zieht. Was Jonathan nicht ahnt: Ligeia ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Seelenfängerin mit mehr als nur einem düsteren Geheimnis.

Die Neuverfilmung von Edgar Allan Poe s Kurzgeschichte „Ligeia“ reicht leider nicht an Roger Corman s Klassiker aus dem Jahr 1964 heran. Das liegt weniger daran, dass Drehbuchautor John Shirley das Geschehen in unsere Gegenwart verlagert als vielmehr an der flatterhaften Regie von Michael Staininger. Ihm gelingen zwar durchaus wohlig-gruselige Sequenzen im Angesicht des (Alb-)traums vom ewigen Leben. Aber eine durchgehend düstere Grundstimmung wie in Cormans atmosphärisch dichter Verfilmung will hier nicht aufkommen. Dafür kann diese Neuinterpretation bis in die Nebenrollen mit einer guten Besetzung punkten, die vieles rettet.

Wertung: 4 von 6 Sternen

Das Grab der Ligeia, Mittwoch, 14. September 20.15 Uhr, Tele 5


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