Verdammt verliebt auf Mallorca Sat.1-Komödie: Stephan Luca singt am Ballermann

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Mischen den Ballermann musikalisch auf: Jürgens Drews (r.) und Gregor Brömmer (Stephan Luca, l.). Foto: Benedikt Müller/Sat.1Mischen den Ballermann musikalisch auf: Jürgens Drews (r.) und Gregor Brömmer (Stephan Luca, l.). Foto: Benedikt Müller/Sat.1

  Osnabrück. Stephan Luca gilt als der Beau unter den deutschen TV-Mimen. In „Verdammt verliebt auf Mallorca“ gibt er einen Schlagersänger am Ballermann – mit so viel Spielfreude, dass die Rolle fast wie eine augenzwinkernde Anspielung auf das eigene Image wirkt.

„Es geht,“ erwidert der 42jährige Schauspieler auf die Frage, ob er selbst Schlager mag. „Ich erinnere mich an lustige Abende in Hamburger Kneipen zu meiner Studentenzeit, da kam aus der Jukebox gar nichts Anderes raus. Der Schunkelfaktor war da schon sehr hoch. Aber in meiner persönlichen Playlist kommt er nicht vor.“ Auch einen Urlaub am Ballermann hat Stephan Luca noch nie gemacht. Doch in seiner neuen Rolle als Schlagersänger Gregor Brömmer hat er live im Megapark vor echtem Publikum gesungen, wie er im Gespräch mit unserer Redaktion erzählt, gibt das Lob aber gleich weiter: „Sehr mutig von der Produktion sich den Bedingungen vor Ort auszusetzen! Jürgen Drews und Mickie Krause haben vorher mit einem Auftritt, der im Film nicht zu sehen ist, die Menge in Stimmung gebracht.“

Jürgen Drews und Mickie Krause als Anheizer

Beide Ballermann-Stars spielen auch eine Rolle im Film, der eine passabel, der andere weniger. Stephan Luca aber ist die Freude an seiner Figur deutlich anzumerken.

„Wenn man eine Figur wie Gregor Brömmer spielt, mit einem ganz klaren Ja zu dieser Art der Feiermentalität, ist es ein Geschenk als Schauspieler sich der Kraft der Masse und dem Niveau in diesen Etablissements zu stellen ohne das zu werten.“

Zur Story: Die leicht verkrampfte Lehrerin Antonia (Valerie Niehaus) unternimmt mit ihrer Spanischklasse eine Abschlussfahrt nach Mallorca. Eine ihrer Schülerinnen ist Gregor Brömmers entfremdete Tochter und findet ihren postpubertären Party-Dad einfach nur peinlich. Sie wünscht sich einen ganz normalen Vater. Ob Stephan Luca selbst diesen Satz als Vater zweier Töchter auch schon mal gehört hat?

„Vielleicht wünschen sich meine Kinder manchmal mehr Planbarkeit,“ überlegt Luca. „Aber sie kennen auch die Vorteile, die solch ein Zigeunerleben mit sich bringt: dass wir dadurch an Orte kommen, die wir sonst nicht gesehen hätten. Sie kennen es ja auch nicht anders.“

An der Grenze zur Parodie

Das Abschlussklassenszenario führt zu allerlei klamaukigen Verwicklungen à la„Fack Ju Göhte 2“, die nicht unbedingt zu den starken Momenten des Films gehören. Die holt Stephan Luca für sich heraus, wenn er den bis an die Grenze zur Parodie auf Stimmung gebürsteten Strahlemann gibt, der langsam ahnt, dass da mehr ist, für das es sich zu leben lohnt. Zum Beispiel - wie sollte es anders sein - die doch ganz flotte Spanischlehrerin.

„Die Diskussion ums Niveau will ich gar nicht führen,“ sagt Stephan Luca über seine Rollenauswahl. „Für mich gibt es in erster Linie die Frage Unterhaltung oder nicht.“

Trotzdem haftet ihm hartnäckig das Image des gutaussehenden Schmonzettendarstellers an. „Die Außenwahrnehmung kann man nicht immer steuern,“ glaubt Luca. „Ich habe das natürlich wahrgenommen und angefangen das zu nutzen anstatt mich dagegen zu wehren. Entscheidend ist für mich das Gegengewicht: Rollen wie in ‚Zorn‘ oder ‚Crossing Lines‘ an der Seite einer Hollywood-Legende wie Donald Sutherland. Meine Lust bleibt das Wandeln zwischen den Genres.“

Nächste Herausforderung: Zweimal Kino

Vor dem Gespräch hat er einen Fallschirmsprung für den Film „Die Braut sagt leider nein“ nach dem Roman von Kerstin Gier gedreht. Sowohl Regisseurin Vivian Naefe als auch Kollegin Adina Vetter lobt er in den höchsten Tönen. Auch auf den Dreh zum Kinofilm zur NDR-Kinderserie „Die Pfefferkörner“ freut er sich schon.

„Ich suche mir in jedem Film meine persönliche Herausforderung,“ so Luca. „Ich wäre sicherlich heute nicht mehr in meinem Beruf unterwegs, wenn ich nur Filme unter Niveau gemacht hätte.“

Die Herausforderung am Ballermann Stimmung zu machen hat er jedenfalls gemeistert. „Wenn man eine Rolle als Sänger angeboten bekommt, sollte man sich dem auch so weit wie möglich hingeben, finde ich.“


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